Lea Schüller entwickelt sich zur effektiven Jokerin der DFB-Frauen
Die 28-jährige Nationalspielerin Lea Schüller kommt mit ihrer Rolle als Einwechselspielerin bei der deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen immer besser zurecht. Die 85-fache DFB-Auswahlspielerin nimmt ihre Position als treffsichere Jokerin an und entwickelt sich zunehmend zu einer wertvollen Geheimwaffe für Bundestrainer Christian Wück.
Akzeptanz der Reservistenrolle
„Jede Spielerin möchte natürlich von Anfang an auf dem Platz stehen. Aber ich nehme diese Rolle an und versuche, das Beste aus meiner Spielzeit zu machen“, erklärte Schüller im Interview auf der offiziellen DFB-Webseite. Diese Aussage fiel im Vorfeld des wichtigen Rückspiels in der WM-Qualifikation gegen Österreich, das am Samstag um 18 Uhr ausgetragen wird.
Die Angreiferin demonstrierte ihre Effektivität bereits im Hinspiel am vergangenen Dienstag, als sie den Endstand zum 5:1 erzielte. Bemerkenswert ist, dass dies bereits ihr zweites Jokertor in den letzten drei Länderspielen war. „In dieser Partie ist mir das wieder besonders gut gelungen“, kommentierte Schüller ihren erfolgreichen Kurzeinsatz, nachdem sie in der 75. Spielminute für eine Mitspielerin eingewechselt worden war.
Erfahrung aus England und Konkurrenzsituation
Die Rolle als Reservistin ist der Offensivspielerin nicht unbekannt. Seit ihrem Wechsel zum englischen Erstligisten Manchester United im vergangenen Sommer hat sie sich bereits mit dieser Position arrangiert. Das letzte Mal stand Schüller in der Startformation von Trainer Christian Wück während des letzten Gruppenspiels der Europameisterschaft gegen Schweden, das mit 1:4 endete.
Seit der EM hat sich insbesondere Nicole Anyomi von Eintracht Frankfurt, die ebenfalls im jüngsten Spiel traf, einen Stammplatz in der Startelf erkämpft. Bundestrainer Wück ließ jedoch durchblicken, dass sich die aktuellen Stammspielerinnen keineswegs in Sicherheit wiegen können. Trotz des deutlichen 5:1-Sieges kritisierte der 52-Jährige, dass nur „sehr wenige“ Spielerinnen „an der Leistungsgrenze“ agiert hätten.
Perspektiven für die Zukunft
Die Entwicklung von Lea Schüller zur zuverlässigen Jokerin stellt Bundestrainer Christian Wück vor ein angenehmes Luxusproblem. Einerseits verfügt er mit Spielerinnen wie Nicole Anyomi über starke Startelfkräfte, andererseits kann er mit Schüller auf eine erfahrene und treffsichere Einwechselspielerin zurückgreifen, die in entscheidenden Momenten Tore erzielen kann.
Diese Situation stärkt die Mannschaftstiefe der DFB-Frauen erheblich und bietet dem Trainer taktische Flexibilität in wichtigen Qualifikations- und Turnierspielen. Die positive Einstellung der 28-Jährigen zu ihrer Rolle trägt zudem zum Teamgeist bei und unterstreicht ihre Professionalität.



