Schlotterbecks Zukunft beim BVB: Experte Strunz sieht kaum Alternativen für Nationalspieler
Schlotterbeck: Experte sieht kaum Alternativen zum BVB

Vertragspoker um Schlotterbeck: Experte sieht geschlossene Türen bei Topclubs

Die Zukunft von Nico Schlotterbeck beim Borussia Dortmund bleibt weiterhin ungewiss. Der Vertragspoker zwischen dem BVB-Anführer und den Vereinsverantwortlichen zieht sich bereits seit Monaten hin, ohne dass ein Durchbruch erzielt werden konnte. Doch welche realistischen Alternativen hat der deutsche Nationalspieler eigentlich, falls er sich gegen eine Verlängerung entscheiden sollte?

Strunz analysiert den Markt: Keine Stammplatzgarantie bei Weltklubteams

SPORT1-Experte Thomas Strunz äußerte im Fantalk deutliche Zweifel an attraktiven Wechseloptionen für Schlotterbeck. „Ich glaube, dass er am Ende beim BVB verlängern wird. Obwohl er einer der wichtigsten Spieler bei Borussia Dortmund ist, sehe ich keine Mannschaft auf absolutem Topniveau in Europa, wo er unumstrittener Stammspieler wäre“, erklärte der ehemalige Profi des FC Bayern.

Der 57-Jährige, der durch seine Berateragentur den Markt genau kennt, schließt einen Stammplatz bei englischen Topclubs wie Manchester City oder Liverpool aus. Auch beim FC Bayern sieht Strunz nach der Verpflichtung von Dayot Upamecano keinen Handlungsbedarf mehr. „Bei Bayern ist die Tür ja auch zu. Da sind Tah und Upamecano gesetzt. Also die Mannschaft, wo er sich vom Renommee verbessern könnte und zu einem Weltklub zu gehen, die sehe ich nicht“, fügte der Experte hinzu.

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Spanische Optionen ebenfalls unwahrscheinlich

Selbst einen Wechsel nach Spanien hält Strunz für unrealistisch. „Ich kann mir das nicht vorstellen. Es müsste im Sommer jetzt Ablöse bezahlt werden, Barcelona ist wirtschaftlich nicht in der Lage, eine Summe von 60 oder 70 Millionen Ablöseforderung zu erfüllen. Und bei Real Madrid? Auch wenn Alaba und Rüdiger infrage gestellt werden, sind sie dabei, einen Umbruch zu machen mit jüngeren Spielen. Deswegen sehe ich ihn da auch nicht“, analysierte der Insider.

Sportliche Entscheidung sollte im Vordergrund stehen

Strunz rät Schlotterbeck grundsätzlich zu einer Zukunft in Dortmund. „Es gibt doch zwei Komponenten. Einmal gibt es die sportliche Komponente, ob er mal eine Meisterschaftsschale in der Hand halten will und dann gibt es die wirtschaftliche Frage“, so der Experte. Allerdings warnt er davor, dass finanzielle Aspekte nicht überbewertet werden sollten. „Ob ich jetzt zehn Millionen verdiene oder zwölf, das macht mein Leben ja nicht glücklicher und zufriedener. Deswegen wird es eine sportliche Entscheidung sein“, betonte Strunz.

Sportlich hatte Schlotterbeck zuletzt eine gemischte Phase. Nach überstandenen muskulären Problemen stand er beim Dortmunder Aus in der Champions League zwar wieder im Kader, wurde jedoch nicht eingewechselt. Als Ersatzspieler sah der Abwehrchef in der Nachspielzeit sogar eine umstrittene Rote Karte.

Die Situation bleibt damit weiterhin spannend. Während die Verhandlungen zwischen Schlotterbeck und dem BVB andauern, scheinen die Alternativen auf dem Transfermarkt begrenzt zu sein. Eine Entscheidung des Nationalspielers wird mit Spannung erwartet.

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