Dortmunds Abwehr vor Leipzig-Test weiter geschwächt
Mit dem Rückenwind aus einem 2:0-Sieg im Champions-League-Playoff gegen Atalanta Bergamo reist Borussia Dortmund am Samstagabend zum Bundesliga-Topspiel bei RB Leipzig. Der BVB ist seit 15 Pflichtspielen ungeschlagen, doch die Defensive bleibt angeschlagen. Wie bereits im Europapokal müssen die Schwarz-Gelben erneut auf vier verletzte Abwehrspieler verzichten.
Schlotterbeck-Training gibt Hoffnung, doch Vorsicht bleibt
Nico Schlotterbeck, Niklas Süle, Emre Can und Filippo Mané fehlen dem Team von Trainer Niko Kovac erneut. Der unter muskulären Problemen leidende Schlotterbeck absolviert zwar wieder Trainingseinheiten und fühlt sich nach Angaben des Trainers gut. „Aber wir müssen vernünftig sein, es ist eine Vorsichtsmaßnahme“, erklärte Kovac auf der Pressekonferenz vor dem Spiel in Leipzig (18.30 Uhr/Sky). Gegen Bergamo hatte eine improvisierte Dreierkette mit dem 18-jährigen Startelf-Debütanten Luca Reggiani, Waldemar Anton und Ramy Bensebaini überzeugt und kein Gegentor zugelassen.
Kovac lobt stille Führungspersönlichkeit Anton
Besonders die Leistungen von Waldemar Anton fanden Anerkennung beim BVB-Trainer. „Jemand, der eigentlich immer unter dem Radar läuft, tritt endlich zum Vorschein“, sagte Kovac über den Abwehrchef. „Waldi ist eine stille Führungspersönlichkeit, er hilft der Mannschaft mit seinem Leadership und ich freue mich, dass er endlich mal die Lorbeeren erntet, die er verdient.“ Die jüngsten Auftritte des Verteidigers hätten gezeigt, welche Qualitäten in ihm stecken.
Guirassy und Ryerson als Offensivgaranten
Im Angriff setzt Dortmund weiter auf die effektive Zusammenarbeit von Serhou Guirassy und Julian Ryerson. Der Mittelstürmer Guirassy hat in den letzten vier Pflichtspielen sechs Tore erzielt und zeigt eine beeindruckende Treffsicherheit. Rechtsaußen Ryerson bereitete in dieser Saison bereits 14 Pflichtspieltore vor, davon sechs allein in den letzten drei Partien. Seine präzisen Flanken, Ecken und Freistöße entwickeln sich zu einer gefährlichen Waffe für die Dortmunder Offensive.
„Crunchtime“ mit Bergamo und Bayern im Anmarsch
Nach dem Spiel in Leipzig erwartet den BVB eine entscheidende Phase der Saison. Trainer Kovac bezeichnete die kommende Woche als „Crunchtime“. Am Mittwoch folgt das Champions-League-Playoff-Rückspiel in Bergamo, nur drei Tage später das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Bayern München. Tags zuvor wird das Achtelfinale der Königsklasse ausgelost. Sollte sich Dortmund gegen Bergamo durchsetzen, könnte es sogar zu zwei weiteren Duelle mit dem FC Bayern in der Champions League kommen – eine zusätzliche mentale und physische Herausforderung für die Mannschaft.



