Nach fast 19 Jahren als Trainer des 1. FC Heidenheim hat Frank Schmidt erstmals seinen Abschied nach dem Vertragsende im Jahr 2027 in Aussicht gestellt. Der 52-Jährige erklärte gegenüber dem „Hamburger Abendblatt“: „Ich werde bald in meiner 20. Saison am Stück beim FCH sein, was mein mutmaßlich letztes Jahr als Trainer in Heidenheim ist.“ Diese Aussage fiel vor dem richtungsweisenden Bundesliga-Kellerduell gegen den FC St. Pauli an diesem Samstag um 15.30 Uhr (live bei Sky).
Keine vorzeitige Vertragsverlängerung
Schmidt betonte, dass er sich anders als in der Vergangenheit nicht zu einer frühzeitigen langfristigen Vertragsverlängerung bereit gefühlt habe. „Es wäre nicht fair von mir gewesen, das Angebot anzunehmen und mir persönlich Sicherheit zu verschaffen“, so der langjährige Coach. Der Tabellenletzte Heidenheim könnte bei einer Niederlage gegen den Tabellen-16. St. Pauli bereits als erster Absteiger dieser Saison feststehen. Dennoch schließt Schmidt einen vorzeitigen Rücktritt im Sommer kategorisch aus – sowohl für sich selbst als auch für die Vereinsführung.
Selbstkritik und Zuversicht
Der Trainer räumte ein, dass er durchaus über ein vorzeitiges Ende nachgedacht habe: „Natürlich habe ich auch mal darüber nachgedacht, aufzuhören. Wenn die sportlichen Ergebnisse fehlen, wäre es komisch, sich nicht selbst zu hinterfragen.“ Doch die Unterstützung des Vereins gebe ihm die Kraft weiterzumachen. „Wenn die Unterstützung aber vorhanden ist, bin ich keiner, der wegläuft. Weder im Erfolgsfall – was ich hätte tun können, um den nächsten Schritt zu gehen – noch in der aktuellen Situation“, führte Schmidt aus. Er betonte seinen Antrieb, in der kommenden Saison, seinem 20. und letzten Vertragsjahr, etwas Positives zu erreichen – „was auch immer das dann sein mag.“



