Fußball-Legende Sepp Piontek gestorben: Der Vater des „Danish Dynamite“ stirbt mit 85
Sepp Piontek gestorben: Vater des „Danish Dynamite“ tot

Trauer um Fußball-Ikone: Sepp Piontek im Alter von 85 Jahren verstorben

Die Fußballwelt trauert um eine legendäre Trainerpersönlichkeit. Sepp Piontek, der als Nationaltrainer Dänemarks zum Volkshelden avancierte und das berühmte „Danish Dynamite“ erschuf, ist nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 85 Jahren gestorben. Der Tod des gebürtigen Breslauers wurde durch dänische Medien und seine Familie bestätigt.

Vom Bundesliga-Spieler zum dänischen Nationalhelden

Geboren am 5. März 1940 in Breslau und in Ostfriesland aufgewachsen, begann Pionteks Karriere als Spieler. Zwölf Jahre lang verteidigte er in der Bundesliga für Werder Bremen und gewann mit der Mannschaft 1965 die erste Meisterschaft. Nach sechs Länderspielen für Deutschland und einer Verletzung wandte er sich dem Trainerberuf zu.

Nach Stationen bei Werder Bremen, Fortuna Düsseldorf, dem haitianischen Nationalteam und dem FC St. Pauli übernahm er 1979 die dänische Nationalmannschaft. Mit deutscher Disziplin und holprigen Sprachkenntnissen formte er aus Spielern wie Preben Elkjær, Morten Olsen und Michael Laudrup ein Spitzenteam.

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Die Geburt des „Danish Dynamite“

Unter Pionteks Führung qualifizierte sich Dänemark 1983 überraschend für die EM in Frankreich und erreichte das Halbfinale. Seine offensive Spielweise wurde als „Danish Dynamite“ legendär. 1986 führte er das Team zur ersten WM-Teilnahme in Mexiko bis ins Achtelfinale.

„Sepp wird für immer als einer der einflussreichsten Nationaltrainer in der Geschichte des dänischen Fußballs in Erinnerung bleiben“, erklärte Peter Møller, Fußballdirektor des dänischen Fußballbunds. Der dänische Rundfunk stellte fest: „Sepp hat den dänischen Fußball für immer verwandelt.“

Kultstatus in der Wahlheimat

Bis zu seinem Ausscheiden 1990 hatte sich Piontek mit seinem Humor, Temperament und „lustigen Akzent“ bei den Dänen längst Kultstatus erarbeitet. Er legte die Basis für den EM-Titel 1992 unter seinem Nachfolger Richard Møller-Nielsen.

Ex-Nationaltrainer Morten Olsen nannte ihn einen „fantastischen Menschen, der sich um seine Spieler gekümmert hat“. Fußballexperte Morten Bruun betonte: „Mir fällt niemand ein, der den dänischen Nationalfußball und damit die dänische Gesellschaft insgesamt stärker geprägt hat als Sepp Piontek.“

Spätere Jahre und Privatleben

Nach seiner Zeit als dänischer Nationalcoach trainierte Piontek noch in der Türkei, bei mehreren dänischen Vereinen und in Grönland. Seiner Wahlheimat Dänemark blieb er treu und lebte mit seiner Frau Gitte in der Nähe von Odense. Das Paar hinterlässt drei Kinder, Enkel und Urenkel.

In einer dänischen Fernsehshow wurde Piontek als „beliebtester Deutscher in Dänemark“ in die „Hall of Fame“ des Fußballs aufgenommen – ein Titel, der sein Vermächtnis perfekt zusammenfasst.

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