Skandal-Elfmeter entscheidet Chemnitz gegen Jena: Schwalbe bringt Regionalliga in Aufruhr
Skandal-Elfmeter: Schwalbe entscheidet Chemnitz gegen Jena

Dreiste Schwalbe löst Tumult in Jena aus: Elfmeter und Rot nach umstrittener Szene

Der Chemnitzer FC hat nach drei Niederlagen in Folge endlich wieder einen Sieg gefeiert, doch dieser Triumph ist von einem handfesten Skandal überschattet. Vor 6.398 Zuschauern im Stadion an der Gellertstraße setzten sich die Westsachsen mit 4:1 gegen den FC Carl Zeiss Jena durch – maßgeblich beeinflusst durch eine höchst kontroverse Schiedsrichterentscheidung in der ersten Halbzeit.

Die Schlüsselszene: Leichte Berührung, dramatische Folgen

Es war die Szene, die das gesamte Regionalliga-Wochenende dominieren sollte: In der 44. Minute jagten FCC-Verteidiger Maurice Hehne und Chemnitzs Stürmer Dejan Bozic im Laufduell Richtung Jenaer Tor. Zwei Meter vor dem Strafraum berührte Hehne seinen Kontrahenten lediglich leicht an der Schulter. Doch erst innerhalb des Strafraums ließ sich Bozic spektakulär fallen.

Schiedsrichter Johannes Schipke aus Halle reagierte umgehend: Elfmeter für den Chemnitzer FC und die Rote Karte für den Jenaer Verteidiger Hehne. Eine Entscheidung, die bei den Gastgebern blankes Entsetzen und selbst bei vielen Chemnitzer Anhängern Verwunderung auslöste. Die späteren TV-Bilder bestätigten, was viele bereits vermuteten: Es handelte sich um eine dreiste Schwalbe ohne echten Foulkontakt.

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Bozic verwandelte den umstrittenen Strafstoß eiskalt zum 1:1-Ausgleich und leitete damit eine komplette Wende der Partie ein. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Jenaer das Spiel klar dominiert und durch ein schön herausgespieltes Tor von Emeka Oduah in der 23. Minute verdient mit 1:0 geführt.

Jenas defensive Einsturz nach dem Fehlpfiff

Die Fehlentscheidung wirkte wie eine Reanimationsspritze für die bis dahin unscheinbaren Hausherren. Jena-Trainer Volkan Uluc reagierte mit zwei Wechseln in der Pause und brachte die jungen Talente Paul Kämpfer und Jannes Werner. Doch die bisherige defensive Ordnung und Disziplin waren wie weggeblasen.

Bereits fünf Minuten nach Wiederanpfiff nutzte Tom Baumgart eine Unachtsamkeit der Jenaer Abwehr bei einer Ecke und traf zum 2:1 für Chemnitz. Nur Minuten später geriet ein Rückpass von Krämer viel zu kurz, was Tobias Stockinger ausnutzte, um Torhüter Marius Liesegang auszutänzeln und auf 3:1 nachzulegen.

Die Partie war damit praktisch entschieden. Der Chemnitzer FC kontrollierte das Geschehen gegen die dezimierten Thüringer, während Carl Zeiss die kreativen Ideen fehlten, um die Abwehr der Westsachsen ernsthaft unter Druck zu setzen. In der Schlussminute setzte Leon Damer mit einem präzisen Freistoß zum 4:1-Endstand noch einen letzten Punkt.

Folgen für das Aufstiegsrennen

Für den FC Carl Zeiss Jena bedeutet diese Niederlage einen herben Rückschlag im Aufstiegsrennen der Regionalliga. Die Mannschaft ist auf den vierten Tabellenplatz abgerutscht und hat damit praktisch alle Chancen auf den Aufstieg verspielt. Die Saison kann für die Thüringer jetzt nur noch der Landespokal retten – und ausgerechnet dort wartet im Halbfinale am kommenden Sonntag der Erzrivale Rot-Weiß Erfurt.

Die Diskussionen um die Schiedsrichterleistung von Johannes Schipke werden indes noch lange nachhallen. Während der Chemnitzer FC den wichtigen Dreier mitnahm, bleibt bei den Jenaer Anhängern das Gefühl, durch eine Fehlentscheidung um Punkte betrogen worden zu sein.

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