St. Pauli gegen Bayern: Historisches Jubiläumsspiel am Millerntor
Am Samstagabend (18.30 Uhr, Sky) erwartet den FC St. Pauli ein besonderes Heimspiel: Der FC Bayern München kommt zum 500. Samstagabend-Topspiel der Bundesliga an den Millerntor. Trainer Alexander Blessin (52) hofft auf „vielleicht diesmal was Zählbares“ gegen den Rekordmeister. Das Spiel markiert ein doppeltes Jubiläum, denn bereits im August 2009 wurde das erste Samstagabend-Topspiel mit Bayern als Gastgeber in Hoffenheim ausgetragen.
Die historische Bilanz der Kiezkicker
St. Pauli war bisher fünfmal Gastgeber eines solchen Topspiels. Nach vier Niederlagen (0:1 gegen Hoffenheim, 2:4 und 0:3 gegen Mainz, 0:2 gegen Werder Bremen) gelang zu Saisonbeginn ein spektakuläres 3:3 gegen Borussia Dortmund. Diese Leistung macht Hoffnung auf eine Wiederholung gegen die Münchner.
Defensive Stärke gegen die Bayern
In der Vorsaison unterlag St. Pauli den Bayern mit 0:1, zeigte aber eine beeindruckende defensive Disziplin. Trotz 75 Prozent Ballbesitz der Bayern lag deren Expected-Goals-Wert bei nur 0,8. Nur einmal in den vergangenen beiden Jahren blieben die Bayern unter diesem Wert – beim 0:0 in Leverkusen im Februar 2025. Seitdem trafen die Münchner in 40 Bundesligaspielen in Folge.
Die Heimstatistik gegen den Rekordmeister
In neun Bundesliga-Heimspielen gegen Bayern erzielte St. Pauli einen legendären 2:1-Sieg im „Weltpokalsieger-Besieger-Spiel“. Interessant: Die Bayern konnten am Millerntor bisher nur 15 Tore erzielen, was einem Schnitt von 1,66 Toren pro Spiel entspricht. Ohne das 1:8 im Mai 2011 – die höchste Heimpleite der St. Pauli-Bundesligageschichte – sinkt dieser Wert auf nur 0,88 Tore pro Spiel.
Die Trainer-Duelle: Blessin gegen Kompany
Trainer Alexander Blessin kennt Vincent Kompany (39) aus belgischen Zeiten. Mit KV Oostende erreichte er zwei Unentschieden (je 2:2) gegen Kompanys RSC Anderlecht und verlor nur knapp mit 1:2. In der Bundesliga waren die Duelle ebenfalls eng: 0:1, 2:3 und ein 1:3 in dieser Saison, wobei die Bayern zweimal in der Nachspielzeit trafen. „Wir haben es die letzten drei Spiele nicht so schlecht gemacht“, resümiert Blessin.
Die aktuelle Ausgangslage
Für einen Sieg müssten die Kiezkicker entweder Bayerns Tor-Serie beenden oder selbst treffen. Ein Heimsieg wäre Bayerns erste Auswärtsniederlage seit Dezember 2024 (1:2 in Mainz). Das Jubiläumsspiel verspricht Spannung pur zwischen Traditionsklub und Rekordmeister.



