Letzter Werder-Besieger ist sicher: St. Paulis Horror-Serie endet nach 48 Jahren
St. Paulis Horror-Serie gegen Werder endet nach 48 Jahren

Letzter Werder-Besieger ist sicher: St. Paulis Horror-Serie endet nach 48 Jahren

Am 20. Februar 2026 blickt der Fußball auf ein historisches Duell: St. Pauli empfängt Werder Bremen im ersten Bundesliga-Heimspiel des Kiez-Klubs seit der Premieren-Saison 1977/78. Damals, am 6. August 1977, siegte St. Pauli vor 20.000 Zuschauern mit 3:1 – ein Triumph, der sich in den folgenden 48 Jahren nicht wiederholen sollte.

Eine historische Negativserie

Insgesamt 18 Bundesliga-Partien gegen Werder folgten auf diesen einzigen Sieg, mit 13 Niederlagen und fünf Unentschieden. Diese bemerkenswerte Negativserie prägte die Geschichte beider Vereine. Einer der Helden von damals, Horst Neumann, ist heute 73 Jahre alt und voller Zuversicht: „St. Pauli gewinnt 2:1“, sagt er voraus und prophezeit damit das Ende des Horrors.

Neumann holte im legendären Spiel von 1977 den ersten Elfmeter heraus. Verteidiger Dietmar Demuth, der später in der Saison 2001/02 auch als Trainer in der Bundesliga aktiv war, traf zum 1:1 in der 80. Minute. Kurz darauf, in der 88. Minute, folgte ein weiterer Strafstoß nach einem Foul an Franz Gerber, und „Schlangen-Franz“ vollendete das 3:1 in der 90. Minute.

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Die Erinnerungen eines Zeitzeugen

Trotz des Sieges stieg St. Pauli am Ende der Spielzeit wieder aus der Bundesliga ab. Neumann erinnert sich: „Wir waren gar nicht so schlecht. Wir haben oft gut mitgespielt, aber leider nicht so oft gewonnen.“ Ein Schicksal, das er mit der aktuellen Mannschaft teilt, die unter Trainer Alexander Blessin mit vier Siegen auf dem vorletzten Platz steht und nur zwei Punkte hinter Werder auf dem Relegationsrang.

Neumann verfolgt die Spiele seines Ex-Klubs regelmäßig bei Sky und analysiert: „Im Sturm hapert es ein bisschen. Es fehlt ein richtiger Goalgetter.“ Die verletzten Stürmer Andréas Hountondji und Danel Sinani sind mit jeweils vier Treffern die Top-Torschützen, doch Neumann glaubt fest an einen Sieg: „Wenn wir nicht absteigen wollen, müssen wir gewinnen. Und zu Hause mit den Zuschauern im Rücken klappt das auch. Werder ist ja auch nicht gerade in Hochform.“ Die Bremer sind mit nur zwei Punkten aus sieben Partien das schwächste Team im Jahr 2026.

Ein Leben neben dem Fußball

Wenn Neumann sich nicht mit Fußball beschäftigt, arbeitet er als Fahrer und holt frühmorgens Kinder der Schule Lokstedter Damm, einer Sonderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, mit dem Bus ab. „Man muss früh los, die Kinder freuen sich. Man lernt ganz viel und bekommt ganz viel Input von ihnen. Das ist ein guter Ausgleich und macht mir Spaß“, erklärt er. Am Wochenende ist schulfrei, und am Sonntag soll der FC St. Pauli für die Freude sorgen.

Die Spannung steigt, ob Neumanns Prophezeiung wahr wird und St. Pauli nach fast einem halben Jahrhundert endlich wieder gegen Werder Bremen siegen kann.

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