Anton Stach reagiert emotional auf überraschende Rückkehr in DFB-Kader
Stach reagiert auf überraschende DFB-Rückkehr

Anton Stach kehrt nach vier Jahren in DFB-Kader zurück

Die größte Überraschung im aktuellen Kader der deutschen Nationalmannschaft ist zweifellos Anton Stach. Nach fast vier Jahren Abwesenheit kehrt der 27-jährige Mittelfeldspieler für die Länderspiele Ende März gegen die Schweiz und Ghana zurück in den DFB-Kreis. Stach, der nach Stationen in Mainz und Hoffenheim seit 2025 beim englischen Aufsteiger Leeds United herausragende Leistungen zeigt, reagierte emotional auf seine Nominierung durch Bundestrainer Julian Nagelsmann.

Emotionaler Anruf von Nagelsmann

„Julian Nagelsmann hat mich angerufen“, berichtete Stach bei Sky Sport. „Ich war zu Hause und habe auf jeden Fall nicht damit gerechnet. Es war ein sehr schönes Gefühl, als er dann am Telefon war und gesagt hat, dass ich es zuletzt gut gemacht habe und dass ich die Chance bekomme, mich zu beweisen.“

Der Bundestrainer hatte dem Spieler direkt einen wichtigen Ratschlag mitgegeben: „Ich soll mir keinen Druck machen, keinen Kopf machen – ich soll einfach spielen und Spaß haben. Das war natürlich sehr emotional. Meine Frau war auch dabei und ein guter Freund ebenfalls, deswegen war es ein sehr besonderer Moment.“

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Lange Pause seit letztem Länderspiel

Bislang kann Stach auf lediglich zwei Länderspiele zurückblicken. Sein letzter Einsatz datiert vom 14. Juni 2022, als er in der Nations League beim 5:2-Sieg gegen Italien kurz vor Spielende eingewechselt wurde. Umso überraschender ist seine aktuelle Nominierung, nachdem Nagelsmann jüngst im kicker mit seinen Äußerungen zu Stach für Verwunderung gesorgt hatte.

Der Bundestrainer hatte damals erklärt: „Er macht es dort gut, ist aber auch nicht enorm kopfballstark und auch nicht der Top-Zweikämpfer, sondern ebenfalls einer, der gerne das Spiel vor sich hat. Ich fand, seine Top-Position war in Hoffenheim die zentrale Rolle in der Dreierkette, von wo er auf die Sechs gekippt ist.“

Familienreaktion und persönliche Motivation

Für Stach selbst dürfte diese Einschätzung nebensächlich sein – genauso wie für seine Familie rund um Vater Matthias Stach, der als Sportjournalist und Kommentator tätig ist. „Meine Familie war natürlich überglücklich, weil sie auch gemerkt haben, wie hart ich dafür gearbeitet habe“, so der Spieler.

„Mein Vater hat direkt ein bisschen auf die Bremse gedrückt und gesagt: Das ist schön und gut, aber jetzt ziehst du richtig durch – so nach dem Motto, dass ich jetzt angreifen soll. Natürlich haben sie gesagt, dass sie extrem stolz sind.“

Der U21-Europameister von 2021 zeigte sich nach der Nominierung sichtlich erfreut: „Vor allem, weil es so lange her ist, dass ich das letzte Mal dabei war. An dem Tag hatte ich natürlich die ganze Zeit ein Grinsen im Gesicht.“ Nun hofft Stach, bei den anstehenden Länderspielen seine Chance zu nutzen und sich nach der langen Pause wieder im Nationaltrikor zu beweisen.

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