Pokal-Drama: Stuttgart nach 2:1-Sieg gegen Freiburg im Finale
Stuttgart bezwingt Freiburg im Pokal-Halbfinale 2:1

Der Traum von der Titelverteidigung lebt weiter! Der VfB Stuttgart hat sich in einem dramatischen DFB-Pokal-Halbfinale gegen den SC Freiburg durchgesetzt und steht erneut im Finale. Vor den Augen von Bundestrainer Julian Nagelsmann drehte die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß einen 0:1-Rückstand und gewann am Ende mit 2:1 nach Verlängerung. Das Endspiel findet am 23. Mai um 20 Uhr im Berliner Olympiastadion gegen den FC Bayern München statt.

Schlechter Start für den VfB

Die Partie in der ausverkauften MHP-Arena begann für die Gastgeber denkbar schlecht. In der 28. Minute leistete sich Angelo Stiller einen schwerwiegenden Fehler: Sein schlampiger Rückpass Richtung Torhüter Alexander Nübel führte zu einer Ecke für Freiburg, die Maximilian Eggestein per Kopf zum 1:0 für die Gäste nutzte. Stuttgart wirkte zunächst verunsichert und fand nur schwer ins Spiel.

Undav trifft vor Nagelsmanns Augen

Nach der Halbzeitpause kam Stuttgart deutlich verbessert aus der Kabine. In der 71. Minute war es dann Nationalstürmer Deniz Undav, der vor den Augen von Bundestrainer Julian Nagelsmann den Ausgleich erzielte. Der Torjäger, der zuletzt in bestechender Form war, traf per platziertem Schuss ins linke untere Eck und brachte den VfB zurück ins Spiel. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit hatte Undav sogar die Führung auf dem Fuß, als er frech auf das kurze Eck zielte, aber nur den Pfosten traf (81.). Auch in der Nachspielzeit ließ er zwei weitere gute Chancen liegen (89., 90.+4).

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Drama in der Verlängerung

Die Verlängerung begann mit einem Paukenschlag: Bereits in der 91. Minute erzielte Freiburgs Lucas Höler vermeintlich das 2:1 für die Gäste. Doch Schiedsrichter Tobias Welz pfiff sofort ab, da er ein Foul von Höler an Stuttgarts Jeff Chabot im Vorfeld gesehen hatte. Diese Entscheidung war äußerst fragwürdig, und auch der Video-Assistent (VAR) konnte aufgrund des frühen Pfiffs nicht eingreifen. Das Tor zählte nicht. In der 95. Minute hatte Freiburg erneut Pech, als ein Schuss von Führich an den Pfosten knallte. Das Spiel schien auf eine Verlängerung zuzusteuern, die möglicherweise im Elfmeterschießen enden würde.

Tiago Tomas wird zum Helden

Doch dann kam die 119. Minute: Joker Tiago Tomas, der kurz zuvor eingewechselt worden war, erlöste die Stuttgarter Fans mit einem sehenswerten Treffer per Hacke. Nach einer Flanke von der linken Seite setzte er sich geschickt gegen seinen Gegenspieler durch und bugsierte den Ball ins Tor. Der Jubel in der MHP-Arena kannte keine Grenzen. Stuttgart hatte sich damit das Finalticket gesichert und steht zum zweiten Mal in Folge im DFB-Pokal-Endspiel.

Historische Parallelen und Ausblick

Bemerkenswert: Bereits 2013 hatte Stuttgart im Halbfinale gegen Freiburg gewonnen (2:1). Auch damals warteten im Finale die Bayern, die mit einem 3:2-Sieg den Pokal holten und am Ende das Triple gewannen. Diese Konstellation könnte sich nun 13 Jahre später wiederholen. Bayerns Sportvorstand Max Eberl hatte sich bereits vor dem Spiel Stuttgart als Finalgegner gewünscht: „Das würde passen, denn du hast den Supercup gegen Stuttgart gewonnen, du hast die Deutsche Meisterschaft gegen Stuttgart gewonnen – da gäbe es eine Folge.“ Ein Pokalsieg gegen Stuttgart wäre dann das dritte deutsche Titel-Triple gegen den VfB.

Das Finale am 23. Mai verspricht also eine Neuauflage des diesjährigen Supercups und der Meisterschaftsentscheidung. Stuttgart wird alles daran setzen, die Über-Bayern zu ärgern und den zweiten Pokalsieg in Serie zu feiern.

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