Erlösung für Schalkes Stürmer: Moussa Sylla beendet seine Torflaute
Nach 149 langen, torlosen Tagen hat Moussa Sylla endlich wieder getroffen. Der 26-jährige Stürmer des FC Schalke 04 erzielte in Darmstadt den wichtigen Ausgleichstreffer zum 1:1 und sicherte seiner Mannschaft damit einen wertvollen Punkt im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga. Dieser Treffer kam für den Maler wie eine Befreiung.
Sylla nutzt seine Chance in der Startelf
Durch die Sperre von Top-Stürmer Edin Dzeko, der in dieser Saison bereits sechs Tore in acht Spielen erzielt hat, rückte Sylla in die Startformation. Trainer Miron Muslic hatte seinem Spieler bereits vor dem Spiel das Vertrauen ausgesprochen und eine Startelf-Garantie gegeben. „Ich habe immer gesagt, dass Moussa ein Faktor für uns ist und werden kann für die laufende Saison. Das war ein großer Moment“, erklärte der 43-jährige Coach nach dem Spiel.
Sylla bewies sein Torinstinkt in der Schlussphase der ersten Halbzeit. Nach einem Pfostenschuss von Teamkollege Timo Becker stand der Angreifer goldrichtig und schob den Ball aus kürzester Distanz über die Linie. Für den FC Schalke bedeutete dieser Treffer nicht nur einen Punktgewinn, sondern auch den vorläufigen Tabellenführung vor der anstehenden Länderspielpause.
Teamkollegen freuen sich über Syllas Comeback
Timo Becker, der mit seinem Schuss die Vorlage für das Tor lieferte, zeigte sich besonders erfreut über den Erfolg seines Mitspielers. „Ich bin froh, dass ich ihm das Tor auflegen konnte. Er hat das mehr verdient als ich“, sagte der 28-Jährige. Becker betonte weiter: „Die Zeit, die Moussa hinter sich hat, ist eine der schwersten, die ein Fußballspieler haben kann. Es war aber jeden Tag zu 100 Prozent da und hat die Mannschaft unterstützt. Deshalb bin ich unfassbar stolz auf ihn.“
Für Sylla selbst endet mit diesem Treffer eine schwierige Phase. Zwei geplatzte Wechsel, die anhaltende Torflaute und der Verlust des Stammplatzes hatten den Stürmer belastet. Dieses Erfolgserlebnis wirkt wie Balsam für die Fußballerseele und könnte den Weg zurück zu alter Stärke ebnen.
Ungewisse Zukunft trotz Torerfolg
Interessanterweise war Syllas letzter Treffer vor der langen Durststrecke ebenfalls im Spiel gegen Darmstadt gefallen – damals im Hinspiel zum 1:0-Erfolg. Doch trotz seines wichtigen Tores könnte der Maler bereits im nächsten Spiel wieder auf der Bank Platz nehmen.
Durch die reduzierte Sperre von Edin Dzeko wird der bosnische Stürmer nach der Länderspielpause wieder zur Verfügung stehen. Damit droht Sylla, auch wenn er gegen Darmstadt überzeugte, im Spiel gegen Karlsruhe am 5. April erneut die Rolle des Jokers zu übernehmen. Immerhin hat Trainer Muslic dann einen Offensivspieler mit neuem Selbstvertrauen in petto.



