Emotionaler TV-Moment: Tabakovic erhält WM-Nominierung live im Sportstudio
Nach einer enttäuschenden 0:1-Niederlage in Leipzig blieb Haris Tabakovic (31) zwar torlos, doch noch in derselben Nacht erlebte der Gladbach-Stürmer einen historischen Fernsehauftritt. Live im ZDF-Sportstudio erhielt der bosnische Nationalspieler die Nachricht, dass er bei der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko dabei sein wird.
Erster offizieller WM-Teilnehmer steht fest
Damit ist Tabakovic quasi der erste bestätigte Teilnehmer des kommenden WM-Turniers. Besonders spannend wird das direkte Duell mit seinem Teamkollegen: Bosnien-Herzegowina trifft in der Gruppenphase auch auf die Schweiz mit Gladbachs Nico Elvedi (29). Den Sensations-Coup hatte die bosnische Mannschaft bereits in den Playoffs gegen Italien gelandet, wo Tabakovic mit seinem Tor zum 1:1-Ausgleich und einem erfolgreichen Elfmeter im entscheidenden 4:1-Sieg im Elfmeterschießen zum Matchwinner wurde.
Nationaltrainer Barbarez verkündet frohe Botschaft aus Ibiza-Urlaub
Die offizielle Nominierung kam vom bosnischen Nationaltrainer Sergej Barbarez (54), der sich live aus seinem Ibiza-Urlaub ins Sportstudio zuschalten ließ. „Ich bin ein großer Fan von Haris und der Art, wie er Fußball zelebriert“, erklärte der ehemalige Bundesliga-Star. „Er ist auf jeden Fall dabei, wenn er gesund bleibt.“ Für Tabakovic, der in der Nationalelf bisher oft als Joker für Edin Dzeko (40/Schalke) oder Ermedin Demirovic (28/Stuttgart) eingesetzt wurde, bedeutet dies die Erfüllung eines großen Traums.
Emotionale Reaktion des Gladbach-Stürmers
„Das ist alles sehr emotional für mich“, gesteht Tabakovic. „Ich gucke mir auch immer wieder die Videos von meinen Toren an und was danach in unserem kleinen Land los war. So viele Leute feiern und haben Tränen in den Augen, das ist einfach Wahnsinn und unfassbar schön. Aber so ganz ist das alles immer noch nicht zu fassen.“
Zukunft beim VfL Mönchengladbach ungewiss
Neben der WM-Freude beschäftigen den Stürmer jedoch auch andere Themen. Seine Zukunft nach der Weltmeisterschaft ist noch offen, und sein aktueller Verein, der VfL Mönchengladbach, steckt mitten im Abstiegskampf der Bundesliga. „Wir brauchen zwingend Punkte!“, betont Tabakovic. „Es ist mein Job, in den letzten fünf Spielen alles dafür zu tun, damit dieser einzigartige Verein in der Bundesliga bleibt.“
Obwohl er formal noch ein Jahr der TSG 1899 Hoffenheim gehört, äußert Tabakovic deutlich seinen Wunsch, beim VfL zu bleiben: „Ich verstehe Rouven, dass sich die Borussia im Moment wegen des Budgets nicht festlegen kann. Aber natürlich würde ich gerne beim VfL bleiben, das ist völlig klar.“ Bisher gab es noch kein Gespräch mit Gladbach-Manager Rouven Schröder (50) über eine mögliche Verlängerung.
Der emotionale TV-Auftritt im ZDF-Sportstudio markiert somit nicht nur einen Höhepunkt in Tabakovics Karriere, sondern wirft auch Fragen über seine sportliche Zukunft auf. Während er sich auf das WM-Abenteuer mit Bosnien-Herzegowina freuen kann, bleibt die Perspektive beim Bundesligisten VfL Mönchengladbach vorerst ungewiss.



