Werder-Trainer Thioune begrüßt VAR-Ausweitung: Mehr Videobeweis-Macht ab kommender Saison
Thioune freut sich über VAR-Ausweitung bei Gelb-Rot und Eckbällen

Werder-Trainer Thioune unterstützt VAR-Erweiterung: Mehr Entscheidungsmacht für Videobeweis

Während sich einige Bundesliga-Trainer kritisch über den Videobeweis äußern, zeigt sich Werder Bremens Trainer Daniel Thioune (51) als überzeugter Befürworter des Systems. Der ehemalige Düsseldorfer Trainer reagiert damit auf aktuelle Diskussionen, die durch Köln-Coach Lukas Kwasniok ausgelöst wurden, der den VAR nach einer Niederlage gegen den BVB scharf kritisierte.

Thiounes differenzierte Sicht auf den Videobeweis

„Grundsätzlich ist der VAR immer streitbar“, räumt Thioune ein, „aber ich finde schon, dass der Videobeweis den Fußball ein Stück weit gerechter macht.“ Der Werder-Coach betont dabei die menschliche Komponente: „Wir müssen immer daran denken, dass dort Menschen sitzen – und am Ende des Tages sind Menschen fehlbar. Es wird also auch weiterhin Fehler geben, aber hoffentlich in reduzierter Form.“

Regeländerungen bringen mehr VAR-Macht

Ab der kommenden Saison erhält der Video-Schiedsrichter deutlich erweiterte Befugnisse. Neu ist, dass der VAR künftig auch bei Gelb-Roten Karten und bei strittigen Eckball-Entscheidungen eingreifen darf. Diese Änderungen werden bereits bei der anstehenden Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli 2026) getestet.

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Thioune zeigt sich von dieser Entwicklung überzeugt: „Ich finde es gar nicht verkehrt, dass man jetzt auch die Gelb-Rote Karte kontrolliert. Ich glaube, dass die Ideen gut sind.“ Gleichzeitig mahnt der Trainer zur Geduld: „Es wird aber Zeit brauchen, um sie optimal umzusetzen.“

Werders eigene VAR-Erfahrungen

In der laufenden Spielzeit hatte Werder Bremen bereits mehrfach direkte Erfahrungen mit dem Videobeweis-System gesammelt. Erst am vergangenen Spieltag wurde ein vermeintliches 1:0 von Olivier Deman gegen Heidenheim (Endstand 2:0) nach VAR-Eingriff zurückgenommen. Auch im vorherigen Heimspiel gegen Bayern München (0:3) griff der Video-Schiedsrichter vor dem 0:1 zu Ungunsten der Bremer ein.

Angesichts dieser Erfahrungen wäre es für die Werder-Verantwortlichen sicherlich eine willkommene Abwechslung, wenn der VAR einmal wieder zu einer Entscheidung zum Vorteil des Bremer Traditionsclubs führen würde. Die Diskussion um den Videobeweis bleibt damit auch in Zukunft ein zentrales Thema im deutschen Profifußball.

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