Tom Baack: Vom Bankdrücker zum gesetzten Startelf-Spieler beim 1. FC Nürnberg
Tom Baack: Vom Bankdrücker zum Startelf-Spieler beim FCN

Tom Baack: Die bemerkenswerte Entwicklung beim 1. FC Nürnberg

Der 1. FC Nürnberg hat in den vergangenen Wochen einen unerwarteten Leistungsträger entdeckt. Tom Baack, der im Sommer ablösefrei vom SC Verl kam, hat sich vom kaum beachteten Neuzugang zum gesetzten Startelf-Spieler entwickelt. Eine Entwicklung, die selbst erfahrene Beobachter überrascht.

Vom Reservisten zum Schlüsselspieler

In den ersten 16 Saisonspielen kam der 26-jährige Mittelfeldspieler nur auf magere 83 Einsatzminuten. Viele Fans hatten ihn bereits als Transfer-Flop abgestempelt. Doch dann kam die Wende: In der letzten Hinrunden-Partie gegen Hannover 96 gab Baack sein Startelf-Debüt für den Club. Seitdem ist seine Entwicklung atemberaubend.

Nach starken Leistungen gegen den Karlsruher SC und beim VfL Bochum hat sich Baack einen Stammplatz erkämpft. In Bochum musste sogar Finn Ole Becker für den ehemaligen Drittliga-Spieler auf die Bank. Aus dem Bankdrücker ist plötzlich ein gesetzter Startelf-Spieler geworden, der das Mittelfeld des Clubs maßgeblich prägt.

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Bescheidenheit und harte Arbeit

Trotz seiner beeindruckenden Leistungen bleibt Baack bescheiden. "Bei zwei Spielen von Beginn an möchte ich nicht von Stammspieler sprechen", sagt der Mittelfeldspieler. "Ich weiß, wie meine Situation hier ist und gebe mich nicht auf. Wenn jemand ausfällt, bin ich da. Den Rest muss der Trainer entscheiden."

Doch hinter dieser Bescheidenheit verbirgt sich ein unermüdlicher Arbeiter. Mitspieler Julian Justvan bezeichnet ihn als "Trainingsmaschine". Baack selbst erklärt seine Einstellung: "Wenn man im Ruhrgebiet aufwächst, arbeitet man im Leben so lange, bis man das erreicht." Diese Mentalität zahlt sich nun aus.

Erste Erfolge und zunehmende Bedeutung

Beim Auswärtsspiel bei seinem ehemaligen Verein VfL Bochum wurde Baack für seine harte Arbeit belohnt. Er bereitete das Tor von Mohamed Ali Zoma vor und feierte damit seine erste Torbeteiligung für den Club. Diese Leistung unterstreicht seine wachsende Bedeutung für das Team.

Baack kommentiert seine Entwicklung: "Mit meinem Tempo werde ich kein Außenstürmer mehr. Aber wir arbeiten immer besser daran, dass wir eine bessere Abstimmung haben." Tatsächlich scheint der Mittelfeldspieler immer besser in das System des 1. FC Nürnberg zu passen.

Umgang mit Kritik und sozialen Medien

Die Anfangszeit beim Club war für Baack nicht einfach. Die Kritik in den sozialen Medien nahm teilweise überhand. Doch der 26-Jährige hat gelernt, damit umzugehen: "Alles, was die Leute sagen oder schreiben, nimmt gerade in den sozialen Medien Übermaß an. Man muss sich davon entfernen, das gut filtern können und bei sich bleiben."

Diese mentale Stärke kombiniert mit seiner physischen Präsenz auf dem Platz macht Baack zu einem immer wichtigeren Bestandteil des Teams. Sein Aufstieg vom Reservisten zum Startelf-Spieler ist eine der positiven Überraschungen dieser Saison beim 1. FC Nürnberg.

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