Tom Bradys magischer Auftritt beim Flag Football Classic
Mehr als 1.000 Tage nach seinem letzten Pflichtspiel hat NFL-Legende Tom Brady beim Fanatics Flag Football Classic in Los Angeles eindrucksvoll an seine glorreiche Vergangenheit angeknüpft. Der 48-jährige Quarterback warf gleich bei seinem ersten Snap einen perfekten Touchdown-Pass in die Ecke der Endzone, den Stefon Diggs vollendete. Brady hatte sich dabei auf ungewohnt dynamische Weise seinem Gegenspieler entzogen.
Spekulationen über ein zweites Comeback
Im Anschluss an das Event sorgte Brady mit einem Beitrag in den sozialen Medien für Aufsehen. Auf der Plattform X kommentierte der siebenfache Super-Bowl-Sieger das Highlight-Video seines Touchdown-Passes mit den Worten: „Es bringt dich zum Nachdenken.“ Diese Äußerung wurde weithin als scherzhafte Anspielung auf ein mögliches zweites Comeback aus dem Ruhestand interpretiert.
Ein tatsächliches Rückkehr ist jedoch äußerst unwahrscheinlich, da Brady inzwischen Minderheitsbesitzer bei den Las Vegas Raiders ist. Medienberichten zufolge bräuchte er für ein Engagement bei einem anderen Team die Zustimmung aller NFL-Teambesitzer. Nach seinem Traumstart übernahm Team USA das Kommando und dominierte Bradys Team mit 43:16.
Team USA setzt vor Olympia 2028 Maßstäbe
Die US-Nationalmannschaft im Flag Football unterstrich bei dem Event ihre Ambitionen für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles eindrucksvoll. Quarterback Darrell „Housh“ Doucette III, der die USA bereits zu mehreren Weltmeistertiteln führte, betonte selbstbewusst den Anspruch von Flag-Football-Spezialisten auf olympische Teilnahme.
Das ursprünglich in Riad geplante Event war wegen des Iran-Kriegs nach Los Angeles verlegt worden. Drei Teams traten im 5-gegen-5-Format an:
- Zwei Auswahlen mit aktuellen und ehemaligen NFL-Stars
- Die US-Nationalmannschaft im Flag Football
Trotz weiterer Highlights von Brady, darunter ein Trickspielzug in Anlehnung an die „Philly Special“-Variante, bremsten fehlende Abstimmung und zahlreiche Strafen die NFL-Stars aus. Team USA spielte hingegen seine Routine aus und gewann das Finale mit 24:14 gegen die „Wildcats“ von Joe Burrow.
Die Botschaft ist klar
Während Rob Gronkowski mit einer Oberschenkelverletzung ausscheiden musste und selbst Trainer Sean Payton an der Seitenlinie mit Schiedsrichter-Entscheidungen haderte, demonstrierte die Nationalmannschaft mit Tempo, Präzision und perfektem Timing ihre Überlegenheit. Die Botschaft für den Weg zu Olympia 2028 ist unmissverständlich: Im Flag Football führt aktuell kein Weg an Team USA vorbei.



