Bitteres Remis: Menzel-Patzer vereitelt Saarbrückens Dreier in Ulm
Was für eine bittere Enttäuschung für den 1. FC Saarbrücken! Beim Auswärtsspiel beim SSV Ulm 1846 gab die Mannschaft von Trainer Argirios Giannikis einen bereits sicheren Sieg in der Nachspielzeit aus der Hand. Der Grund: Ein fataler Patzer von Torwart Phillip Menzel in der 86. Spielminute, der den Ulmer Ausgleich zum 1:1 ermöglichte.
Vorsichtiges Duell mit dramatischem Finale
Vor 8.800 Zuschauern im Ulmer Donaustadion entwickelte sich das Spiel zwischen zwei Teams im Abstiegskampf der 3. Liga zunächst äußerst verhalten. Beide Mannschaften agierten risikoscheu, weshalb in der ersten Halbzeit kaum Torchancen entstanden. Erstaunlich war die bedingungslose Unterstützung beider Fangruppen trotz der brisanten Tabellensituation.
Trainer Giannikis hatte seine Startformation im Vergleich zum 2:0-Heimsieg gegen Stuttgart II auf drei Positionen verändert: Civeja wechselte auf die Bank, während Brünker krank und Bretschneider gesperrt fehlten. Für sie rückten Baumann, Krahn und Bichsel in die Startelf.
Sontheimer trifft - Menzel patzt
Die Partie erhielt erst in der 57. Minute ihre erste entscheidende Wendung: Patrick Sontheimer erhielt den Ball im Ulmer Strafraum, drehte sich geschickt und schoss mit dem linken Fuß unhaltbar ins Torwinkel. Dieses sehenswerte Tor verlieh Saarbrücken spürbaren Auftrieb.
Die große Chance zum 2:0 hatte wenig später der eingewechselte Vasiliadis, der eine starke Vorlage von Picks aus 13 Metern jedoch deutlich über das Tor hämmerte. Diese verpasste Gelegenheit sollte sich bitter rächen.
In der 86. Minute spielte der eingewechselte El-Zein eine harmlose Flanke in den Saarbrücker Strafraum. Torwart Phillip Menzel ließ den nassen Ball durch die Hände gleiten, und der ebenfalls frisch eingewechselte Ulmer Stürmer Mamba schob mühelos zum 1:1-Ausgleich ein.
Konsequenzen für den Abstiegskampf
Dieser späte Patzer kostete den Saarbrückern zwei wertvolle Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Obwohl die Mannschaft von Trainer Giannikis weiterhin über der Abstiegslinie steht, könnte der direkte Konkurrent Erzgebirge Aue am nächsten Spieltag bis auf einen Punkt heranrücken.
Für den 1. FC Saarbrücken war es bereits das zehnte Unentschieden in dieser Saison - eine Bilanz, die im Abstiegskampf besonders schmerzt. Trainer Giannikis, der eigentlich einen perfekten Start mit zwei Siegen hinlegen wollte, muss nun seine Mannschaft mental auf die kommenden entscheidenden Spiele vorbereiten.
Die Saarbrücker müssen weiter um ihren Verbleib in der 3. Liga zittern, während Ulm einen wichtigen Punkt im eigenen Überlebenskampf erkämpfte.



