TSG Neustrelitz trotz Härtel-Hattrick nervenaufreibender Heimsieg gegen Tennis Borussia Berlin
Die Fußballer der TSG Neustrelitz haben sich in einem aufregenden Oberliga-Spiel mit einem 3:2-Erfolg gegen Tennis Borussia Berlin durchgesetzt. Dieser Sieg markiert den ersten Dreier für das Team aus Mecklenburg-Vorpommern im Kalenderjahr 2026 und festigt ihre Position als Tabellenfünfter mit nun 28 Punkten. Rund 400 Zuschauer im Rudolf-Harbig-Stadion erlebten eine Partie mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten.
Überragende erste Halbzeit mit Härtel im Fokus
Bereits nach dem Anpfiff übernahmen die Hausherren die Kontrolle gegen eine neu formierte TeBe-Mannschaft unter ihrem frisch ernannten Coach Jeffrey Seitz. TSG-Trainer Thomas Franke hatte drei Veränderungen in der Startelf vorgenommen, indem er Kevin Akogo, Torben Gäbel und Gabriel Ziegler für Luca Müller, Justus Guth und Nils Röth aufstellte. Diese taktischen Anpassungen zahlten sich sofort aus.
Manuel Härtel, der Top-Torjäger der TSG, eröffnete das Torfestival bereits in der vierten Minute. Seine herausragende Leistung setzte sich fort, als er in der neunten und 43. Minute zwei weitere Treffer erzielte und damit einen beeindruckenden Hattrick zum 3:0-Pausenstand komplettierte. Mit diesen Toren erhöhte Härtel seine Saisonbilanz auf insgesamt 14 Treffer. „Das macht er super. Aber die ganze Mannschaft hat da überragend gespielt“, kommentierte Trainer Franke die starke erste Halbzeit, die jedoch nach seiner Meinung noch deutlicher hätte ausfallen können.
Berliner Aufholjagd sorgt für spannendes Finale
Nach der Pause drehte sich das Spielgeschehen jedoch komplett. Die Berliner agierten mutiger und erhöhten den Druck auf die Neustrelitzer Defensive. TSG-Keeper Elias Höftmann musste mehrere Paraden zeigen, konnte aber nicht alle Angriffe abwehren. Ebrima Jobe gelang in der 61. Minute der Anschlusstreffer zum 1:3, und Muhammad Sey verkürzte in der Nachspielzeit auf 2:3.
Diese späte Aufholjagd der Gäste sorgte für eine nervenaufreibende Schlussphase, in der die TSG ihren komfortablen Vorsprung beinahe verspielte. Eine letzte Hereingabe von Tennis Borussia Berlin ging knapp am gegnerischen Gehäuse vorbei, bevor Schiedsrichter Jonas Marx die Partie abpfiff. „Aufgrund der ersten Halbzeit ist es ein verdienter Heimsieg, auch wenn es am Ende nicht so souverän war, wie ich es gerne gehabt hätte. Das Zittern nervt“, resümierte Franke nach dem Spiel.
Ausblick auf das nächste Meisterschaftsduell
Für die TSG Neustrelitz geht der Kampf um Punkte bereits am Dienstagabend weiter. In einem Nachholspiel treffen die Neustrelitzer auf Anker Wismar, mit Anpfiff um 19:30 Uhr. Dieses MV-Duell bietet die Chance, weitere wichtige Zähler auf dem Konto zu verbuchen und die Tabellenposition weiter zu festigen. Die Mannschaft wird darauf achten müssen, ihre starke erste Halbzeit über die gesamte Spielzeit aufrechtzuerhalten, um solche zitternden Siege in Zukunft zu vermeiden.
Die TSG Neustrelitz spielte mit: Höftmann – Gäbel, Ziegler, Bastin, Schreiber – Akogo (68. Laribi), Inderwisch, Frühauf (68. Müller), Kruse (87. Sfishta) – Härtel (68. Kmetjuks), Höfer (87. Zirarov).



