TSG Neustrelitz II trotz massiver Ausfälle überzeugend: 4:1-Heimsieg gegen Richtenberg
Die zweite Mannschaft der TSG Neustrelitz hat in der Fußball-Landesliga Ost einen wichtigen Erfolg gefeiert. Beim Heimspiel gegen die SG Empor Richtenberg setzten sich die Neustrelitzer mit 4:1 durch und kletterten damit auf den dritten Tabellenplatz. Bemerkenswert ist dieser Sieg vor allem wegen der schwierigen Ausgangslage: Gleich sieben Spieler fielen verletzungs- oder krankheitsbedingt aus.
Personalkrise vor dem Spiel: Sieben Ausfälle zu verkraften
Trainer André Schröder, der gemeinsam mit Heino Kloss die Reserve der TSG Neustrelitz betreut, musste vor dem Spiel eine Hiobsbotschaft nach der anderen verkraften. „Gleich sieben Spieler hatten sich verletzungs- oder krankheitsbedingt für das Spiel abgemeldet“, erklärte Schröder nach dem Spiel. Zu den Ausfällen gehörten Kapitän Richard Wauter mit einem Zehbruch, Erik Schult und Florian Nittel mit Zerrungen sowie Dominik Teller und Adrian Stein mit schweren Erkältungen.
Dank der Unterstützung durch drei Spieler aus der ersten Mannschaft und deren Ersatztorwart konnte dennoch eine spielfähige Elf aufgestellt werden. Diese zeigte von Beginn an, dass sie trotz der personellen Engpässe gewillt war, die drei Punkte zu holen.
Frühe Führung und souveräner Spielverlauf
Bereits in der vierten Minute erzielte Anrijs Tomass Kmetjuks nach einer sehenswerten Einzelaktion das 1:0 für die TSG Neustrelitz II. „Das war eine schöne Einzelaktion von Tomass, der das Leder in den Winkel setzte“, lobte Trainer Schröder den frühen Treffer. Die Gäste aus Richtenberg konnten in der 20. Minute durch Stephan Lang zum 1:1 ausgleichen, was Schröder mit Abstimmungsproblemen in der notdürftig zusammengestellten Abwehr erklärte.
Doch die Neustrelitzer ließen sich nicht beirren: Joey Zellermann stellte in der 33. Minute mit dem 2:1 die Weichen auf Sieg. In der zweiten Halbzeit erhöhte ein Eigentor der Richtenberger in der 61. Minute auf 3:1, bevor Kmetjuks in der 71. Minute mit seinem zweiten Treffer des Tages den 4:1-Endstand besiegelte.
Hervorragende Einzelleistungen und taktische Anpassungen
Besonders positiv fiel Rückkehrer Heinrich Hünemörder auf, der eine hervorragende Leistung zeigte, bis er in der Halbzeitpause mit Nasenbluten vorsichtshalber ausgewechselt werden musste. „Das hat mir leidgetan für Heinrich. Er hat eine hervorragende Leistung gezeigt und dem Gegner viele Kopfbälle weggenommen“, bedauerte Schröder die vorzeitige Auswechslung.
Trotz des deutlichen Ergebnisses zeigte sich Schröder selbstkritisch: „Eigentlich hätten wir viel höher führen müssen, denn wir haben viele Tormöglichkeiten ausgelassen.“ Dennoch überwog die Zufriedenheit über den wichtigen Dreier nach der unglücklichen Niederlage in Malchin.
Ausblick: Zwei spielfreie Wochen mit besonderen Aufgaben
Nun hat die Oberliga-Reserve der TSG Neustrelitz zwei Wochen spielfrei, da am kommenden Wochenende der Landespokal stattfindet und eine Woche darauf Ostern gefeiert wird. Die Mannschaft bleibt dennoch aktiv: Nach einem trainingsfreien Dienstag zur Regeneration wird am Donnerstag wieder trainiert. Am Sonntag kommen die Spieler als Helfer zum Einsatz, wenn die erste Mannschaft im Landespokal den Greifswalder FC empfängt.
Mit diesem Sieg liegt die TSG Neustrelitz II nun mit 33 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz und ist punktgleich mit den beiden führenden Teams. Der überraschende Auswärtssieg des VfL Bergen in Stralsund sorgte für diese enge Tabellensituation an der Spitze der Landesliga Ost.



