Deniz Undav appelliert an Fans: Keine Pfiffe für Sané - Wir sind eine Einheit
Undav appelliert an Fans: Keine Pfiffe für Sané

Emotionaler Appell nach DFB-Sieg: Undav fordert Zusammenhalt von Fans und Team

Nach dem knappen 2:1-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft gegen Ghana stand eigentlich die sportliche Leistung im Mittelpunkt. Doch im Stuttgarter Stadion entwickelte sich ein unerwartetes Nebenschauspiel, das nun für Gesprächsstoff sorgt. Deniz Undav, der 29-jährige Stürmer von VfB Stuttgart, nutzte sein Post-Match-Interview in der ARD für einen bemerkenswerten Appell an die deutschen Fußballanhänger.

„Kann ich noch eine Sache sagen?“ – Undav ergreift das Wort

Als Interviewer Alex Schlüter das Gespräch eigentlich bereits beenden wollte, bat Undav um zusätzliche Sendezeit. „Kann ich noch eine Sache sagen?“, fragte der Angreifer, der in der ersten Halbzeit zunächst auf der Bank gesessen hatte. Bereits in dieser Phase hatten die Zuschauer im Stadion seinen Namen skandiert und seinen Einsatz gefordert. In der zweiten Spielhälfte wurde Undav dann tatsächlich eingewechselt und revanchierte sich prompt mit einem wichtigen Tor.

„Ich fand es, wie gesagt, schön von den Fans, wie die mich bejubelt haben. Danke nochmal dafür“, begann Undav seine Ausführungen. Doch dann folgte die eigentliche Botschaft: „Aber ich hoffe und ich bitte da jeden Fan, dass, wenn Leroy beim nächsten Mal reinkommt oder ein anderer Spieler, dass man da nicht buht. Egal was ein Spieler macht oder wie er ist – man sollte hinter der Mannschaft stehen.“

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Pfiffe für Sané sorgen für Unmut

Hintergrund ist die Reaktion der Zuschauer bei der Einwechslung von Leroy Sané in der 78. Spielminute. Für den ehemaligen Stuttgarter Nick Woltemade kommend, erntete der Bayern-Star teilweise deutliche Pfiffe aus den eigenen Reihen. Eine Reaktion, die Undav sichtlich missfiel und ihn zu seinem öffentlichen Statement bewegte.

Der Nationalspieler betonte die Bedeutung des gemeinsamen Auftretens: „Es ist wichtig, dass wir als Mannschaft und mit den Fans zusammen eine Einheit werden. Und ich hoffe, dass es beim nächsten Spiel oder beim Turnier dann nicht mehr so sein wird.“ Besonders deutlich wurde Undav bei seiner Solidaritätsbekundung für den kritisierten Mitspieler: „Deswegen fand ich es schade, weil wir im Endeffekt eine Mannschaft sind. Aber Leroy gehört genauso zu uns wie jeder andere hier im Staff. Ich hoffe, beim nächsten Mal supporten sie den auch.“

Einheit statt Einzelkritik

Der ungewöhnliche Schritt eines aktiven Spielers, sich direkt an die Fans zu wenden, unterstreicht die emotionale Bedeutung des Themas. In einer Phase, in der die Nationalmannschaft nach konstanten Leistungen sucht und sich auf kommende Turniere vorbereitet, betont Undav den notwendigen Rückhalt von den Rängen. Sein Appell richtet sich nicht gegen konstruktive Kritik, sondern gegen persönlich gerichtete Ablehnung einzelner Spieler während des Spiels.

Die Reaktionen auf Undavs Worte bleiben abzuwarten. Klar ist jedoch: Der Stuttgarter Stürmer hat mit seinem offenen Statement eine wichtige Diskussion angestoßen über das Verhältnis zwischen Nationalspielern und ihren Anhängern. In einer Zeit, in der der Zusammenhalt innerhalb des DFB-Teams immer wieder thematisiert wird, könnte dieser Fan-Appell einen Wendepunkt markieren.

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