Union Berlin vor Heidenheim-Spiel: Köhn warnt vor Nachspielzeit und hofft auf WM-Kader
Union Berlin: Köhn warnt vor Heidenheims Nachspielzeit

Union Berlin vor entscheidendem Auswärtsspiel in Heidenheim

Die Erinnerung an die dramatische Hinrundenbegegnung ist beim 1. FC Union Berlin noch immer präsent. Zwei späte Gegentore in der 90. Minute und der fünften Minute der Nachspielzeit raubten den Berlinern im Dezember einen vermeintlich sicheren Sieg gegen den 1. FC Heidenheim. Nun steht das Rückspiel an der Brenz an – und Union-Spieler Derrick Köhn warnt eindringlich vor der Mentalität des Tabellenletzten.

„Das Spiel ist nicht nach 90 Minuten zu Ende“

„Wir wissen genau, was auf uns zukommt“, betonte Köhn im Vorfeld des Bundesliga-Spiels am Samstagnachmittag. „Die Heidenheimer tun bis zur allerletzten Sekunde alles, um uns wehzutun. Das Spiel ist nicht einfach nach 90 regulären Minuten zu Ende. Es gibt immer noch die Nachspielzeit, und das haben wir in der Hinrunde schmerzhaft erfahren müssen.“

Der Respekt vor dem seit 15 Spieltagen sieglosen Team aus Heidenheim bleibt entsprechend hoch. Köhn machte deutlich: „Das ist keineswegs ein Gegner, den man locker an die Wand spielen kann. Diese Erfahrung haben wir bereits in Berlin gemacht, und deshalb fahren wir auch nicht entspannt dorthin.“

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Historische Bilanz spricht gegen Union

Die Statistik unterstreicht Köhns Warnungen. In den bisherigen fünf Bundesliga-Begegnungen zwischen Union Berlin und dem 1. FC Heidenheim gelang den Berlinern noch kein einziger Sieg. Bei einem Remis und vier Niederlagen zeigt die Bilanz deutlich die Schwierigkeiten, die Union mit dem vermeintlichen Abstiegskandidaten hat.

Trotz dieser negativen Historie will Union nach dem 1:1 gegen den FC St. Pauli am vergangenen Sonntag auch in Heidenheim punkten. Jeder Punkt zählt im Kampf um den Klassenerhalt, und die Berliner wissen, dass ein Erfolg an der Brenz einen wichtigen Schritt in Richtung Bundesliga-Verbleib bedeuten würde.

Baumgart mit speziellem Oster-Training

Union-Trainer Steffen Baumgart bereitete seine Mannschaft mit einem besonderen Training auf das Osterspiel vor. Am Dienstag bat er lediglich die Reservisten auf den Rasen, während die Stammspieler indoor trainierten. Dabei zeigte sich ein erfreuliches Bild: Torhüter Matteo Raab war erstmals wieder auf dem Platz zu sehen, nachdem er sich Mitte März beim 1:0-Sieg in Freiburg einen Bänderriss an der Hand zugezogen hatte.

Trotz dieser positiven Entwicklung wird Stammtorhüter Frederik Rönnow in Heidenheim zwischen den Pfosten stehen. Die Rückkehr von Raab in den Trainingsbetrieb gibt dem Team jedoch zusätzliche Sicherheit für die verbleibenden Saisonspiele.

Köhn mit doppelter Motivation

Für Derrick Köhn persönlich ist das Spiel in Heidenheim von besonderer Bedeutung. Der 27-jährige Linksverteidiger hatte in der vergangenen Partie gegen St. Pauli die Vorlage zum Ausgleichstreffer geliefert und will diese Leistung fortsetzen. „Ich versuche, meiner Vorlage weitere Scorerpunkte folgen zu lassen“, erklärte der gebürtige Hamburger.

Köhn zeigte zuletzt auch in der Nationalmannschaft starke Leistungen. Bei der 1:2-Niederlage Ghanas gegen Deutschland bereitete er den zwischenzeitlichen Ausgleich vor. Diese Vorlage könnte ihm den Weg in den WM-Kader seines Heimatlandes ebnen – auch wenn die Situation nach der Trennung von Nationaltrainer Otto Addo ungewiss ist.

WM-Traum und Klassenerhalt als Ziele

„Ein neuer Trainer bedeutet eine neue Philosophie. Ich hoffe dennoch fest, dass ich in den Kader für die Weltmeisterschaft berufen werde“, sagte Köhn über seine internationalen Ambitionen. Bis zum Sommer hat er sich klare Ziele gesetzt:

  • Mit Union Berlin gute Spieltage absolvieren
  • Den Klassenerhalt in der Bundesliga sicherstellen
  • Mit Ghana zur WM 2026 reisen

Köhn zeigte sich überzeugt von der Qualität des ghanaischen Teams: „Es ist eine extrem hohe Qualität vorhanden in einem wirklich guten Team.“ Ghana trifft in der Gruppe L der Weltmeisterschaft auf England, Kroatien und Panama. „Bei einer WM ist grundsätzlich alles möglich. Ich hoffe auf einen guten Start und darauf, dass wir die Gruppenphase erfolgreich überstehen“, so Köhn.

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Zunächst gilt jedoch die volle Konzentration dem Bundesliga-Spiel in Heidenheim. Die Erinnerung an die verlorenen Punkte in der Hinrunde sollte Union Berlin zusätzliche Motivation geben, diesmal bis zur letzten Sekunde konzentriert zu bleiben – inklusive der gefürchteten Nachspielzeit.