Der 1. FC Union Berlin muss im heiklen Saison-Endspurt um seinen Stammtorwart Frederik Rönnow bangen. Der 33-jährige Däne verletzte sich beim Auswärtsspiel in Leipzig bereits nach 30 Minuten bei einem Abschlag und musste mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Platz. Die Partie endete 1:2 aus Union-Sicht, womit die Mannschaft von Marie-Louise Eta die zweite Niederlage unter ihrer Leitung kassierte.
Schwere Verletzung bei Rönnow
Rönnow griff sich sofort an die Leiste und konnte nicht weitermachen. Die genaue Diagnose steht noch aus, da eine Untersuchung in Berlin ansteht. Eta äußerte sich zurückhaltend: „Zu Freddy kann ich jetzt noch nicht so viel sagen. Wir müssen abwarten. Das wird jetzt in Berlin gecheckt. Wir werden erst in den nächsten Tagen mehr dazu sagen können.“ Ob Rönnow im wichtigen Spiel am kommenden Samstag gegen Köln (15.30 Uhr, Sky) helfen kann, ist völlig offen.
Ersatzmann Klaus gibt Debüt
Besonders bitter für Union: Auch Ersatzmann Matheo Raab (27) fällt mit einem Handbruch bis zum Saisonende aus. So kam der dritte Torwart Carl Klaus mit 32 Jahren unverhofft zu seinem Bundesliga-Debüt. Klaus: „Als der Abschlag von Freddy weggegangen ist und er sehr laut geschrien hat, war es mir direkt klar, dass ich rein muss.“ Der gebürtige Stuttgarter zeigte eine starke Leistung und war mit zwei glänzenden Paraden der beste Unioner auf dem Platz.
Klaus verhindert Debakel
Dass die schmeichelhafte 1:3-Niederlage nicht deutlich höher ausfiel, lag vor allem an Klaus. Die Tordifferenz könnte im engen Abstiegskampf noch entscheidend sein. Eta lobte den Debütanten: „Er hat das sehr gut gemacht, war sofort da, hatte direkt auch zwei, drei wichtige Paraden, wo er uns gut im Spiel hält. Er hat das durchweg gut durchgezogen und hatte eine klare Präsenz. So habe ich ihn auch in den Trainingseinheiten erlebt, mit einer guten Energie. Er ist da, wenn man ihn braucht. Das war heute auf jeden Fall sehr positiv.“
Für Union war der Auftritt von Klaus der einzige Lichtblick an einem ansonsten schwarzen Abend in Leipzig. Die Hoffnung ruht nun darauf, dass Rönnow bald wieder fit wird – oder dass Klaus auch in den kommenden Spielen an seine starke Leistung anknüpfen kann.



