Italien-Gerücht um Union-Joker Burcu: Wechsel für mehr Spielzeit?
Zieht es einen Offensiv-Künstler von Union Berlin für mehr Spielzeit nach Italien? Wie der renommierte Transfer-Journalist Rudy Galletti berichtet, hat der italienische Erstligist FC Turin wegen einer möglichen Verpflichtung von Livan Burcu (21) angefragt. Noch handelt es sich lediglich um ein Gerücht – doch dieses kommt nicht völlig aus dem Nichts und könnte durchaus Substanz haben.
Die Karriere des Deutsch-Türken bisher
Der talentierte Offensivspieler wechselte im Jahr 2024 für eine Ablösesumme von 300.000 Euro vom SV Sandhausen nach Köpenick zu Union Berlin. Direkt im Anschluss wurde er für eine gesamte Saison an den 1. FC Magdeburg verliehen. Dort konnte er in 32 Zweitligaspielen überzeugen und erzielte drei Tore bei neun Torvorlagen. Im Sommer 2025 kehrte er schließlich zu den Eisernen zurück. Allerdings verzögerte eine unglückliche Sprunggelenksverletzung seinen Start in der Bundesliga erheblich, sodass er erst ab dem 10. Spieltag voll einsatzfähig war.
Seit seiner Rückkehr wartet der junge Deutsch-Türke auf seinen endgültigen Durchbruch in der höchsten deutschen Spielklasse. Bislang war er an keinem Tor direkt beteiligt. Viermal saß er ohne jeglichen Einsatz auf der Ersatzbank, zweimal stand er zwar in der Startelf, wurde jedoch vorzeitig ausgewechselt. Ansonsten blieb es meist bei kurzen Joker-Einsätzen in der Schlussphase.
Passt Burcu überhaupt in Baumgarts System?
Union Berlin setzt unter Trainer Steffen Baumgart vor allem auf defensive Stabilität und kompaktes Auftreten. Nach vorne geht es häufig über lange, direkte Bälle, schnelles Umschalten und wenige Ballkontakte im Mittelfeld. Livan Burcu dagegen ist ein klassischer Spieler, der den Ball am Fuß benötigt. Er sucht das direkte Eins-gegen-eins, nimmt Tempo auf und lebt von seiner kreativen Spielweise. Für diese Stärken bräuchte Union längere Ballbesitzphasen – und Burcu deutlich mehr Freiheiten im offensiven Spiel.
Argumente für und gegen einen Wechsel
Was spricht für einen Wechsel nach Italien?
- Nach dem Spiel gegen Hoffenheim gab es einen kurzen, aber deutlichen Wortwechsel zwischen Trainer Baumgart und Spieler Burcu – im Kern ging es dabei um die mangelnde Einsatzzeit.
- Bei Union herrscht in der Offensive ein enormer Konkurrenzkampf mit mehreren etablierten Spielern.
- Burcu möchte und benötigt mehr Spielpraxis auf hohem Niveau, die er im italienischen Fußball womöglich schneller erhalten könnte.
Was spricht gegen einen Wechsel?
- Die Verantwortlichen von Union Berlin glauben weiterhin fest an das große Potenzial des erst 21-Jährigen.
- In den vergangenen Wochen durfte er häufiger von der Bank kommen, brachte frischen Schwung ins Spiel und holte wichtige Standards heraus.
- Sogar Union-Kapitän Christopher Trimmel (38) lobte ihn öffentlich: „Livan ist mit dem Ball ein sehr dynamischer Spieler. Wir haben dann mehr Speed, mehr Geschwindigkeit im Spiel.“
Ob das Interesse des FC Turin tatsächlich konkret wird oder bei einem vagen Gerücht bleibt, ist derzeit vollkommen offen. Eine offizielle Bestätigung seitens der Vereine liegt bislang nicht vor. Dennoch dürfte diese Transfer-Spekulation von allen Union-Fans mit großer Aufmerksamkeit verfolgt werden, schließlich geht es um einen vielversprechenden Youngster des Teams.



