Entscheidung nach Skandal-Karte: Hehne für Derby gegen Erfurt gesperrt?
Die Rote Karte gegen Chemnitz wollte Jenas Maurice Hehne kaum glauben. Jetzt ist das offizielle Urteil des Sportgerichts gefallen und bringt Klarheit für das anstehende Thüringer Derby.
Spannung bis zur letzten Minute
An diesem Sonntag geht es in Thüringen um alles. Ab 14 Uhr treffen im Steigerwaldstadion die ewigen Rivalen Rot-Weiß Erfurt und Carl Zeiss Jena im Halbfinale um den Landespokal aufeinander. Der Sieger darf weiter vom DFB-Pokal träumen, für den Verlierer könnte die Saison bereits vorzeitig enden.
Zuletzt zeigte sich RWE in ausgezeichneter Form mit einem 4:0-Sieg in Chemnitz und einem 3:2-Heimsieg gegen Hertha BSC II. Ganz anders präsentiert sich Carl Zeiss Jena, das mit einer kleinen Niederlagenserie nach Erfurt reist.
Urteil bringt Erleichterung für Jena
Die große Frage war: Darf Abwehrspieler Maurice Hehne (28) trotz seiner Roten Karte bei der 1:4-Niederlage in Chemnitz im Derby antreten? „Es war mir gar nicht klar, dass das nicht klar ist“, kommentierte der Verteidiger die Situation mit einem Lachen.
Das Problem: Grundsätzlich gelten Sperren nach Roten Karten nur für die Regionalliga. Allerdings bleibt ein Spieler für alle Wettbewerbe gesperrt, bis das offizielle Urteil des Sportgerichts vorliegt. Auf diese Entscheidung mussten die Jenaer bis Mittwochabend warten.
Konsequenzen für Hehne
Das Urteil fiel eindeutig aus: Ein Spiel muss Hehne in der Liga aussetzen. Diese Strafe wird er beim Nachholspiel gegen Hertha Zehlendorf am kommenden Mittwoch (1. April, 19 Uhr) absitzen. Für das Derby am Sonntag ist er jedoch spielberechtigt.
„Ich bin jetzt natürlich erleichtert, dass ich in Erfurt ran darf. Schließlich haben wir da etwas gutzumachen“, erklärt Hehne mit Blick auf die 1:3-Niederlage aus Jenaer Sicht im Spätherbst. Zudem hat der FCC bereits seit 16 Jahren keinen Sieg in Erfurt mehr errungen.
Sportchef sieht Chance für Wendepunkt
Einen richtungsweisenden Charakter erkennt auch Sportchef Miroslav Jovic (55) in dieser Partie. „Wir können uns in Erfurt zurück in die Saison kämpfen, Schwung für den Schlussspurt holen“, betont er. Dieser Schwung ist dringend notwendig, denn Carl Zeiss Jena steht nur auf Platz elf der Rückrundentabelle und hat praktisch alle Titelchancen in der Liga bereits verspielt – außer jene im Pokal.
Das Derby verspricht somit nicht nur traditionelle Rivalität, sondern könnte über den weiteren Saisonverlauf beider Mannschaften entscheiden. Während Erfurt mit Selbstvertrauen in die Partie geht, hofft Jena auf einen Befreiungsschlag, der die enttäuschende Rückrunde vergessen machen könnte.



