Penis-Parade des Torwarts entscheidet Bundesliga-Duell
Ein Unentschieden, das für beide Mannschaften enttäuschend endet. Union Berlin verpasst durch das 1:1 gegen St. Pauli den wichtigen Matchball im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga. Die Hamburger konnten sich hingegen nicht von den direkten Abstiegsplätzen lösen und müssen weiterhin um den Verbleib in der ersten Liga zittern.
Historische Schwäche in Berlin setzt sich fort
Für St. Pauli bleiben Auswärtsspiele in Berlin-Osten eine ungeliebte Pflicht. Seit nunmehr elf Jahren wartet der Kiezklub auf einen Sieg bei Union Berlin. Dabei begann die Partie für die Gäste aus Hamburg durchaus vielversprechend.
In der 25. Minute erzielte Mathias Pereira Lage mit einem spektakulären Schuss aus 118 km/h das 1:0 für St. Pauli. Es war erst das zweite Saisontor für den französischen Sommer-Neuzugang. Besonders im Fokus stand jedoch St. Paulis Torhüter Nikola Vasilj, der erst kürzlich mit Bosnien-Herzegowina die sensationelle WM-Qualifikation gegen Italien (4:1 i.E.) erreicht hatte.
Zwischen Genie und Wahnsinn: Vasiljs wechselhafte Leistung
In der ersten Halbzeit zeigte Vasilj starke Paraden gegen Doekhi (5. Minute) sowie gegen Burke und Köhn (beide 40. Minute). Nach der Pause war er jedoch machtlos, als Andrej Ilic in der 52. Minute nach einer Berliner Ecke zum 1:1 köpfte.
Die eigentliche Dramatik entwickelte sich nach einer Stunde Spielzeit. Vasilj spielte den Ball unbedrängt Union-Spieler Andras Schäfer direkt in die Füße – ein folgenschwerer Patzer. Doch der bosnische Nationaltorhüter korrigierte seinen Fehler umgehend und rettete mit einer spektakulären Penis-Parade die mögliche 1:2-Führung der Berliner. Auch den Nachschuss von Burke in der 67. Minute hielt Vasilj sicher.
Personelle Probleme in der Schlussphase
Die letzten Minuten musste St. Pauli ohne Kapitän Jackson Irvine bestreiten, der in der Nachspielzeit nach zwei Fouls und gelb-roter Karte des Feldes verwiesen wurde. Auch Co-Trainer Peter Nemeth sah wegen anhaltenden Meckerns die rote Karte.
Ob dieser Punkt für bessere Stimmung bei St. Pauli-Trainer Alexander Blessin sorgt, bleibt fraglich. Der Trainer hatte zuvor verraten: „Meine Frau hat gesagt, ich sei in letzter Zeit aggressiver im Tonfall geworden. Ich selbst habe das noch nicht bemerkt, aber wenn meine Frau das sagt, dann wird es wohl stimmen.“
Das Ergebnis lässt beide Teams unbefriedigt zurück. Union Berlin verpasst die Chance, sich weiter vom Abstiegskampf zu lösen, während St. Pauli weiterhin in den unteren Tabellenregionen verharrt.



