VfL Wolfsburg stellt Trainer und Geschäftsführer frei – Abstieg droht
VfL Wolfsburg stellt Trainer und Geschäftsführer frei

VfL Wolfsburg in der Krise: Trainer und Geschäftsführer müssen gehen

Der VfL Wolfsburg hat im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga drastische Maßnahmen ergriffen. Nur einen Tag nach der bitteren 1:2-Heimniederlage gegen den Hamburger SV gab der Verein die Trennung von Trainer Daniel Bauer und Sport-Geschäftsführer Peter Christiansen bekannt. Der Klub rutschte auf den 17. Tabellenplatz ab und steht damit unmittelbar vor dem ersten Abstieg aus der Bundesliga seit seinem Aufstieg im Jahr 1997.

Chaotische Szenen nach der Niederlage

Die Partie gegen den HSV endete nicht nur mit einer sportlichen Pleite, sondern es kam auch zu unschönen Vorfällen in der Volkswagen Arena. Auf dem Spielfeld eskalierte die Situation nach dem Schlusspfiff, als es zu einer Rudelbildung kam. Wolfsburgs Ersatztorwart Marius Müller sah dabei die Rote Karte. Im Fanblock wurden Pyrotechnik und Fackeln gezündet, von denen einige sogar in Richtung des Rasens flogen. Diese chaotischen Szenen unterstreichen die angespannte Stimmung im Verein.

Dieter Hecking als Retter in der Not?

Laut Medienberichten des »kicker« und der »Wolfsburger Allgemeinen Zeitung« soll mit Dieter Hecking ein alter Bekannter die Nachfolge von Daniel Bauer antreten. Hecking, der den VfL Wolfsburg 2015 zum Gewinn des DFB-Pokals führte, hat jedoch in jüngster Zeit weniger erfolgreiche Stationen hinter sich. Beim VfL Bochum konnte er weder den Abstieg verhindern noch den Neuaufbau in der Zweiten Liga meistern, was zu seiner Entlassung im September führte. Nun soll der 61-Jährige den Wolfsburgern den drohenden Abstieg ersparen.

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Hintergründe der Entlassungen

Daniel Bauer hatte im November des vergangenen Jahres die Nachfolge von Paul Simonis angetreten und wurde kurz vor Weihnachten zum Cheftrainer befördert. Der 43-Jährige war seit 2016 in verschiedenen Funktionen an der VfL-Akademie tätig, doch seine Bilanz in den letzten sieben Spielen war verheerend: sechs Niederlagen und nur ein Unentschieden. Peter Christiansen, der dänische Geschäftsführer, wird hingegen eine verfehlte Kaderplanung angelastet. Trotz eines der teuersten Kader der Liga findet sich der VfL nur noch auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder.

Die aktuelle Abstiegsbedrohung ist die schwerste seit den Relegationsteilnahmen in den Jahren 2017 und 2018. Mit der Verpflichtung von Dieter Hecking hofft der Verein, die Wende zu schaffen und die Bundesligazugehörigkeit zu sichern. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob dieser Wechsel die erhoffte Wirkung entfaltet oder ob der VfL Wolfsburg am Saisonende den Gang in die Zweite Liga antreten muss.

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