Köln quält seine Fans. Trotz einer 2:0-Führung reichte es bei Union Berlin nur zu einem 2:2. Der Punkt wird dem FC am Ende aber für den Klassenerhalt reichen. Nächsten Sonntag (17.30 Uhr) gegen Heidenheim kann der FC auch rechnerisch endlich alles klar machen.
Wagners Zitter-Rettung: Reicht es für den Chef-Vertrag?
Aber: Reicht die Zitter-Rettung auch für einen Chef-Vertrag für Interimscoach René Wagner (37)? BILD hatte darüber berichtet, dass der Trainer-Neuling auch in der neuen Saison im Amt bleibt, wenn er den Klassenerhalt souverän schafft. Davon kann nicht wirklich die Rede sein. Seine 5-Spiele-Bilanz: 1 Sieg, 3 Remis und eine Pleite. Wagner hat den FC stabilisiert, mehr nicht. Neben einem starken Leverkusen-Spiel (1:2) gibt es zu viele Durchschnittsauftritte (Frankfurt, St. Pauli, Berlin). Nach BILD-Infos diskutieren die Bosse genau diese Frage: Kann Wagner den FC nächste Saison wirklich weiterbringen?
Fakt: Wagner wird von den Entscheidern (Präsidium, Gremien-Chefs) im Saisonfinale genau beäugt. Sport-Boss Thomas Kessler (40) ist sein Befürworter, entscheidet am Ende aber nicht allein über Wagners Zukunft.
Union-Spiel: Kein Bewerbungsschreiben für Wagner
Das Union-Spiel war zumindest kein Bewerbungsschreiben: Wagner (BILD-Note 5) hatte großen Anteil daran, dass der schon sicher geglaubte Sieg noch in die Hose ging. Beim Stand von 2:0 war Köln am Drücker, vor allem über Konter, noch nachzulegen. Aber Wagner wechselte in der 71. Minute mit Bülter (1:0/33.), El Mala (2:0/61.) und Kaminski (am 1:0 beteiligt) nahezu die komplette Offensive aus, die für die Führung gesorgt hatte. Und sorgte so für viel Frust bei den Fans.
Wagner erklärte die Maßnahme so: „Wir fanden, dass wir in der Phase ein bisschen den Druck gegen den Ball verloren haben und wollten mit drei neuen Spielern Energie bringen. Auch um der Mannschaft das Zeichen zu geben: Hey, wir bleiben hier dran. Wir wollen weiter vorwärts spielen.“ Ging nach hinten los, der FC danach von der Rolle.
Kessler: „Werden mit René über die Themen sprechen“
Kessler wich später bei „Sky“ der Frage, ob das Spiel Wagner näher an den Trainer-Job beim FC gebracht habe, aus und sagte: „Wir haben ja vorher auch schon darüber gesprochen. Wir wollen unsere Ziele erreichen. Danach setzen wir uns hin. Und dann werden wir die Saison ganz in Ruhe bewerten und werden einen Strich darunter machen. Dann werden wir mit René über die Themen sprechen. Aber grundsätzlich sind wir jetzt wieder einen Schritt näher herangekommen, die Saisonziele zu erreichen. René hat mit Ausnahme des guten Spiels letzte Woche gegen Leverkusen, das wir leider verloren haben, immer gepunktet. Und das ist sicherlich nicht schlecht für uns.“



