Werder Bremen in der Krise: 13 Spiele ohne Sieg und Abstiegsplatz - Fritz sucht Schulterschluss mit Fans
Die Situation bei Werder Bremen spitzt sich dramatisch zu. Der Traditionsklub aus der Hansestadt hat sein 13. Bundesliga-Spiel in Folge ohne Sieg beendet und ist auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht. Die Stimmung im Verein und bei den Fans ist auf einem Tiefpunkt angelangt, während das wegweisende Kellerduell gegen den Tabellenletzten 1. FC Heidenheim bevorsteht.
Trainer Thioune zieht ernüchternde Bilanz
Nach der bitteren 1:2-Niederlage beim direkten Konkurrenten FC St. Pauli zog Trainer Daniel Thioune eine schwer ernüchternde Zwischenbilanz. „Sie haben selber die Reaktion der Fans gesehen“, sagte der Werder-Coach und fügte hinzu: „Wir haben, glaube ich, nichts mehr wirklich, was gerade bei uns ist.“ Die mitgereisten Anhänger schickten ihr Team nach dem erneut ungenügenden Auftritt erbost in die Kabine.
Geschäftsführer Fritz appelliert an Zusammenhalt
Geschäftsführer Clemens Fritz kündigte unterdessen an, dass der Klub darüber nachdenken werde, was für einen Schulterschluss mit den Fans unternommen werden könne. Trotz aller verständlicher Enttäuschung müsse man nun zusammenbleiben und den Weg gemeinsam gehen. „Wenn wir jetzt anfangen, uns zu zerfleischen, dann bringt uns das auch nichts“, sagte der Ex-Nationalspieler, der die Zusammenstellung des Kaders letztlich verantwortet.
Kapitän Friedl fordert Befreiungsschlag
Kapitän Marco Friedl zeigte sich selbstkritisch: „Wir brauchen einen Befreiungsschlag und den brauchen wir ganz schnell. Den hätten wir eigentlich schon vor ein paar Wochen gebraucht. Jetzt sind es dreizehn Spiele und das spricht Bände.“ Der Verteidiger räumte ein: „Es ist völlig verdient, dass wir da stehen, wo wir stehen. Das ist ein Fakt, da brauchen wir uns nichts in die Tasche zu lügen.“
Thioune bleibt optimistisch trotz dritter Niederlage
Trainer Thioune erlitt unter seiner Regie bereits die dritte Niederlage im dritten Spiel und zeigte sich dennoch optimistisch. „Es ist grotesk, so viele falsche Entscheidungen von so guten Fußballern zu sehen“, analysierte er die aktuelle Situation. Gleichzeitig betonte er: „Mein Wille und meine Energie sind ungebrochen. Ich habe immer noch die Fantasie, dass wir gemeinsam den richtigen Weg einschlagen.“
Das entscheidende Spiel gegen Heidenheim
Das bevorstehende Spiel gegen den Tabellenletzten 1. FC Heidenheim bezeichnete Thioune als definitives Finalspiel oder eines von mehreren, die jetzt kommen. Im Rennen um den Klassenerhalt liegen neben St. Pauli auch Klubs wie Wolfsburg, Mönchengladbach oder Mainz noch in Reichweite. Die Gesamtlage des Klubs wenige Tage vor diesem wegweisenden Kellerduell bleibt äußerst kritisch.
Die Mannschaft des Traditionsklubs liegt nach der Serie von 13 Bundesliga-Spielen ohne Sieg am Boden, und die Gefahr des dritten Abstiegs der Vereinsgeschichte wird immer greifbarer. Die Führungsspieler müssen in dieser extremen Drucksituation vorangehen, während Trainer Thioune weiter an einer Klarheit und Entschlossenheit in den Aktionen arbeiten muss.



