Nach 19 Jahren: Werder Bremens Frauenfußball-Chefin Birte Brüggemann verlässt den Verein
Seit dem Jahr 2007 stand Birte Brüggemann an der Spitze der Frauenfußball-Abteilung von Werder Bremen. Diese lange und erfolgreiche Ära wird nun überraschend noch in diesem Monat zu Ende gehen. Der Verein gab diese Entscheidung zwei Tage vor dem wichtigen DFB-Pokal-Viertelfinale bei SGS Essen bekannt.
Strategische Neuausrichtung des Vereins
Werders Geschäftsführer Fußball, Clemens Fritz, erklärte in einer offiziellen Mitteilung des Clubs: „Wir möchten die Strukturen in diesem Bereich in den kommenden Jahren weiter professionalisieren, auch Veränderungen in den organisatorischen Strukturen werden hierbei in Betracht gezogen.“ Im Rahmen von Gesprächen zur zukünftigen strategischen Ausrichtung habe Brüggemann den Wunsch geäußert, sich beruflich zu verändern.
Fritz betonte weiter: „Auch wenn es uns nicht leichtfiel, haben wir Birtes Wunsch respektiert und akzeptiert und sind gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, die Verantwortung im Frauen- und Mädchenfußball frühzeitig in neue Hände zu legen.“ Diese Entscheidung markiert einen bedeutenden Wendepunkt für die Frauenfußball-Abteilung des traditionsreichen Vereins.
Eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte
Birte Brüggemann übernahm die Leitung der neu gegründeten Werder-Abteilung im Jahr 2007. Zu diesem Zeitpunkt startete die erste Frauen-Mannschaft des Clubs in der Verbandsliga Bremen – eine bescheidene Ausgangsposition. Unter ihrer Führung entwickelte sich der Frauenfußball bei Werder Bremen zu einer kontinuierlichen Erfolgsgeschichte.
Die Höhepunkte ihrer Amtszeit umfassen:
- Den Aufstieg in die Frauen-Bundesliga
- Die Etablierung als feste Größe im deutschen Frauenfußball
- Den erstmaligen Einzug ins DFB-Pokal-Endspiel im vergangenen Jahr
- Die aktuelle Platzierung auf Rang sechs der Bundesliga-Tabelle
Emotionale Worte der scheidenden Chefin
Birte Brüggemann äußerte sich emotional zu ihrem Abschied: „Den Frauenfußball bei Werder über fast zwei Jahrzehnte leiten zu dürfen, war für mich stets eine Herzensangelegenheit und nicht einfach nur ein Job.“ Sie betonte den erfolgreichen Aufbau, die Stabilisierung und die Etablierung der Abteilung unter ihrer Führung.
„Mit dem Aufbau, der Stabilisierung und der Etablierung ist der Frauenfußball unter meiner Führung eine kontinuierliche Erfolgsgeschichte gewesen“, so Brüggemann weiter. „Für mich ist jetzt der richtige Zeitpunkt erreicht, ein gut bestelltes Feld für die nächste Phase der Weiterentwicklung in andere Hände zu übergeben.“
Auswirkungen auf den Verein
Der überraschende Wechsel an der Spitze der Frauenfußball-Abteilung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt der Saison. Die Werder-Frauen stehen kurz vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale bei SGS Essen und befinden sich in einer soliden Position in der Bundesliga. Die Nachfolgeregelung und die geplante Professionalisierung der Strukturen werden in den kommenden Wochen im Fokus stehen.
Die Ära Brüggemann hat den Frauenfußball bei Werder Bremen nachhaltig geprägt und auf ein solides Fundament gestellt. Ihr Abschied markiert nicht nur das Ende einer Ära, sondern auch den Beginn einer neuen Phase für die erfolgreiche Abteilung des Bremer Traditionsvereins.



