WM-Test gegen Ghana: Einzelkritik der deutschen Fußball-Nationalmannschaft
WM-Test: Einzelkritik der deutschen Nationalmannschaft

WM-Test gegen Ghana: Deutsche Nationalmannschaft in der detaillierten Einzelkritik

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft absolvierte in Stuttgart einen bedeutenden Test vor der anstehenden Weltmeisterschaft. Das Spiel gegen Ghana bot zahlreiche Einblicke in die Form und Eignung der Spieler. Kai Havertz gelang nach 16 Monaten Pause wieder ein Treffer für die Nationalelf, während Deniz Undav spät seinen Torriecher unter Beweis stellte. Ein ehemaliger Stuttgarter Spieler hatte hingegen gegen Ghana kein Glück.

Torhüter und Abwehr im Fokus

Alexander Nübel war beim Heim-Länderspiel lange Zeit ohne größere Beschäftigung und beim Gegentor letztlich machtlos. Bei der WM wird er erneut als Backup für Oliver Baumann fungieren. Jonathan Tah zeigte einen fehlerlosen Auftritt, setzte sich resolut gegen die gegnerischen Stürmer durch und hätte mit mehr Präzision sogar zum zweiten DFB-Treffer beitragen können.

Nico Schlotterbeck setzte nach seinen Fehlern im vorherigen Spiel in der Schweiz auf einen risikolosen Spielaufbau und war zur rechten Zeit zur Stelle. Antonio Rüdiger kam in der zweiten Halbzeit als Abwehr-Backup für Tah und agierte souverän, nun als Bayern-Gegner mit Real Madrid im Rücken.

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Mittelfeld und Offensive unter der Lupe

Joshua Kimmich ging auch in seinem 25. Starteinsatz als DFB-Kapitän als Vorbild voran und spielte für 30 Minuten sogar wieder als Sechser. Sein unermüdlicher Ehrgeiz wird ein echter WM-Pluspunkt sein. Angelo Stiller war sehr fleißig in der defensiven Absicherung, doch im Spielaufbau gelang nicht alles. Sein WM-Ticket hängt stark von der Fitness der Konkurrenten ab.

Pascal Groß agierte in der Zentrale offensiver als Leon Goretzka und zeigte sich als verkappter Zehner mit großer Übersicht. Trainer Julian Nagelsmann schätzt den großen Teamplayer sehr. Serge Gnabry fehlte diesmal die gewohnte Wucht, ging viele Wege, kam aber mit weniger Power nicht zu gefährlichen Abschlüssen.

Nick Woltemade war bei seiner Rückkehr nach Stuttgart wie schon in Newcastle ohne Torglück. Ein Kopfball knallte an die Latte, doch Nagelsmanns Vertrauen in ihn bleibt ungebrochen. Florian Wirtz zeigte trotz nicht perfekter Aktionen seinen ansteckenden Fußball-Spaß. Bei der WM wird es mit Wirtz sicherlich wieder klappen.

Einwechselspieler und spezielle Leistungen

Kai Havertz bewies als Ersatz für Leroy Sané auf der rechten Seite seine Flexibilität in der Offensive und krönte sein Comeback nach 16 Monaten mit einem erfolgreichen Elfmeter. Deniz Undav wurde vom Stuttgarter Publikum lautstark gefordert und gefeiert, dann erzielte er den späten Siegtreffer. Genau solche Leistungen fordert Nagelsmann für ein WM-Ticket.

Leon Goretzka kam nach 60 Minuten und agierte mit Kimmich in der altbewährten Doppelrolle im Zentrum, war beim Gegentor jedoch zu weit vom Geschehen entfernt. Chris Führich durfte für gut 30 Minuten auf der linken Außenbahn ran, doch sein VfB-Kollege Jamie Leweling hat im Rennen um das Backup-Ticket aktuell die Nase vorn.

Josha Vagnoman, ein weiterer VfB-Profi im Heimspielmodus, hatte als mögliches Kimmich-Backup kein Fortune und ließ sich vor dem Gegentor leicht ausspielen. David Raum ersetzte nach einer Stunde den müde gelaufenen Brown, sein Freistoß flog knapp am Tor vorbei. Für die WM-Startelf links ist er fest eingeplant.

Leroy Sané war diesmal nur ein 10-Minuten-Joker, ein Lucky Punch gelang nicht. Seine WM-Teilnahme könnte in den kommenden Wochen zu Diskussionen führen.

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