Wolfsburgs Abstiegssorgen wachsen: 2:3-Pleite gegen Augsburg trotz Führung
Wolfsburg verliert 2:3 gegen Augsburg - Abstiegskampf verschärft

Wolfsburgs Abstiegssorgen wachsen nach dramatischer 2:3-Niederlage gegen Augsburg

Der VfL Wolfsburg hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga erneut eine bittere Niederlage hinnehmen müssen. Gegen den FC Augsburg unterlagen die Niedersachsen am Freitagabend mit 2:3 (1:0) und warten nun seit sechs Spieltagen auf einen dringend benötigten Sieg. Die Augsburger festigten dagegen mit diesem Auswärtssieg ihren komfortablen Mittelfeldplatz in der Tabelle.

Dramatische Schlussphase entscheidet die Partie

In einer kämpferischen, aber qualitativ durchwachsenen Begegnung brachte Yannick Gerhardt (41. Minute) die Wolfsburger kurz vor der Halbzeitpause mit einem Kopfball in Führung. Der Winter-Neuzugang der Augsburger, Rodrigo Ribeiro, gelangte in der 59. Minute zum verdienten Ausgleich für die Gäste.

Nachdem der eingewechselte Japaner Kento Shiogai in der 71. Minute mit dem 2:1 für Wolfsburg getroffen hatte, schien der Sieg für den VfL zum Greifen nah. Doch Michael Gregoritsch verwandelte in der 87. Minute einen Handelfmeter zum erneuten Ausgleich. In der Nachspielzeit sorgte Elvis Rexhbecaj (90.+3) mit dem Siegtreffer für eine dramatische Wende und ließ die Wolfsburger tief erschüttert zurück.

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Wolfsburg droht der Abstiegsrelegationsplatz

Die Niederlage könnte für den VfL Wolfsburg schwerwiegende Konsequenzen haben. Sollte Werder Bremen am Sonntag beim FC St. Pauli gewinnen, würden die Niedersachsen auf den Abstiegsrelegationsplatz rutschen. Damit verschärft sich die angespannte Lage im unteren Tabellendrittel erheblich.

Vor dem Spiel hatte Wolfsburgs Sportdirektor Pirmin Schwegler noch Spekulationen über einen erneuten Trainerwechsel zurückgewiesen und dem aktuellen Cheftrainer Daniel Bauer das Vertrauen ausgesprochen. „Die Überzeugung ist weiterhin da, die Frage stellt sich nicht“, hatte Schwegler im TV-Sender Sky betont.

Augsburg startet überlegen und belohnt sich spät

Die Augsburger traten in Wolfsburg mit dem Selbstbewusstsein von zehn Punkten aus fünf Rückrundenspielen an und zeigten sich von Beginn an überlegen. Nach einer anfänglichen Abtastphase erspielten sich die Gäste ein deutliches Übergewicht und kamen zu ersten Torchancen.

Han-Noah Massengo prüfte in der 10. Minute erstmals Wolfsburgs Torwart Kamil Grabara. Kurz darauf lenkte ausgerechnet der spätere Torschütze Gerhardt nach einem Eckball den Ball an den eigenen Torpfosten.

Den Wolfsburgern fehlte ihr angeschlagener Kapitän Maximilian Arnold deutlich. Lange Zeit lief nur wenig zusammen bei den Niedersachsen, die Augsburger Defensive wurde kaum gefordert. Erst nach etwa einer halben Stunde fanden die Wolfsburger allmählich ins Spiel.

Symbolischer Einlauf mit Volkswagen-Arbeitern

In einem symbolischen Akt waren die Wolfsburger Profis vor dem Spiel nicht wie üblich mit Kindern, sondern mit Arbeiterinnen und Arbeitern aus dem Volkswagen-Werk an ihrer Seite ins Stadion eingelaufen. Diese Geste schien sich zunächst auszuzahlen, als sich die Spieler auf kämpferische Tugenden besannen.

Lovro Majer (28.) hatte die erste echte Chance für den VfL, setzte den Ball aber aus zehn Metern über das Tor. Denis Vavro (40.) scheiterte mit einem Fernschuss an Augsburgs Keeper Finn Dahmen. Aus der folgenden Ecke traf dann Gerhardt per Kopf zur Führung.

Schwäbische Beharrlichkeit wird belohnt

Nach der Pause bemühten sich die Augsburger weiter, erspielten sich Feldvorteile, fanden aber lange nicht zu überzeugenden Abschlüssen. Die Wolfsburger verteidigten ihre Führung zunächst sicher - bis zur 59. Minute, als Ribeiro frei stehend Grabara tunnelte und zum Ausgleich traf.

Trotz anhaltenden Drucks der Schwaben gerieten diese durch einen schnellen Konter über Adam Daghim und Mohammed Amoura in der 71. Minute in Rückstand. Shiogai traf zur erneuten Führung für Wolfsburg.

Bis zur 87. Minute sah alles nach einem wichtigen Heimsieg für den VfL aus, bis Verteidiger Vavro ein Handspiel im Strafraum beging. Gregoritsch verwandelte den fälligen Elfmeter sicher. In der Nachspielzeit machte Rexhbecaj das Augsburger Glück dann vollkommen und besiegelte die dramatische Niederlage der Wolfsburger vor 19.631 enttäuschten Zuschauern.

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