VfL Wolfsburg kämpft gegen Abstieg: Gegentor-Therapie als letzte Hoffnung
Wolfsburgs Gegentor-Therapie gegen Abstiegsdrohung

VfL Wolfsburg kämpft um den Klassenerhalt mit ungewöhnlicher Methode

Der VfL Wolfsburg steht vor einer historischen Herausforderung: Dem Verein droht der erste Bundesliga-Abstieg in der gesamten Klubgeschichte. Nach einer verheerenden Serie von zwölf sieglosen Spielen und einer deutlichen 3:6-Niederlage in Leverkusen vor einer Woche, bei der es zu offenen Streitigkeiten auf dem Platz kam, hat das Team nun eine unkonventionelle Gegenmaßnahme eingeführt.

Von internen Konflikten zur gemeinsamen Lösung

Die Szene in Leverkusen spiegelte die angespannte Lage wider: Nach dem vierten Gegentor gerieten die Spieler Vini Souza (26) und Mohamed Amoura (25) heftig aneinander, bevor Teamkollege Konstantinos Koulierakis (22) schlichtend eingreifen musste. Diese öffentlich gewordenen internen Spannungen wurden in der vergangenen Woche intensiv aufgearbeitet.

Beim folgenden Spiel gegen Eintracht Frankfurt (1:2) zeigte sich bereits ein komplett verändertes Bild. Direkt nach dem ersten Gegentreffer durch Oscar Højlund (21) bildeten alle Wolfsburger Spieler einen geschlossenen Mannschaftskreis auf dem Platz. Besonders Patrick Wimmer (24) richtete aufmunternde und motivierende Worte an seine Kollegen.

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Die Gegentor-Therapie im Detail

„Es ist auf dem Platz immer leichter zu klären“, erklärt der österreichische Nationalspieler Wimmer das neue Konzept. „Wenn man ein Gegentor kassiert, ist es ein guter Zeitpunkt, um etwas anzusprechen, was vielleicht nicht passt. Das sprechen wir an. Wir raffen uns dann zusammen und pushen uns gegenseitig.“

Der Angreifer verrät weiter: „Wir haben unter der Woche viele Gespräche geführt. Das war einfach so ein Ding, dass man positiv bleibt. Es kann sein, dass manche den Kopf verlieren. Und die muss man dann halt einfangen.“

Auch Verteidiger Joakim Maehle (28) bestätigt den Nutzen der neuen Herangehensweise: „Manchmal ist es auf dem Platz schwer mit der Kommunikation. Deswegen haben wir zusammen besprochen, was wir besser machen können.“

Die bedrohliche Tabellensituation

Trotz der verbesserten internen Kommunikation brachte die neue Taktik gegen Frankfurt keinen Erfolg. Mit jeder weiteren Niederlage rückt der historische Abstieg für die Wolfsburger näher. Am kommenden Samstag steht das entscheidende Auswärtsspiel bei Union Berlin an – ein Spiel, das über das Schicksal des Vereins entscheiden könnte.

Coach Dieter Hecking (61) bleibt realistisch: „Ich bin keiner für Durchhalteparolen. Es geht wahrscheinlich nur noch um Platz 16. Da müssen wir uns nichts vormachen. Das zu erreichen wird schwer genug.“

Dennoch gibt sich Patrick Wimmer kämpferisch: „Ich werde nicht verzweifeln und alles reinhauen, solange alles möglich ist.“ Die Gegentor-Therapie bleibt damit die letzte Hoffnung in einer verzweifelten Situation, die den traditionsreichen Verein vor seine größte Bewährungsprobe stellt.

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