Ex-Bayern-Star Zé Roberto: Wie Sex und Videospiele seine Real Madrid-Karriere zerstörten
Der ehemalige Fußballstar Zé Roberto, der bei den Bayern München zur Legende wurde, hat nun verblüffende Details über sein frühes Scheitern bei Real Madrid preisgegeben. In einem Interview mit der Zeitung „El Globo“ enthüllte der 51-jährige Brasilianer, dass exzessives Sexleben und eine Videospielsucht seine Karriere bei den „Los Blancos“ bereits 1997 frühzeitig beendeten.
„Ich war wie ein Hahn“: Die verhängnisvolle Kombination
Zé Roberto beschrieb seine damalige Situation als junger, frisch verheirateter Spieler in Madrid: „Ich war wie ein Hahn: Ich hatte den ganzen Tag Sex und spielte nachts Videospiele.“ Der Brasilianer gestand, dass er sich eine Playstation gekauft hatte und das Spiel „Crash Bandicoot“ ihn völlig in seinen Bann zog. „Das Videospiel hat mich ziemlich aus der Bahn geworfen“, so der ehemalige Mittelfeldspieler.
Der körperliche Verfall durch ungesunde Gewohnheiten
Die Folgen dieser Lebensweise waren dramatisch:
- Er spielte bis in die frühen Morgenstunden
- Er ernährte sich ungesund mit vielen Keksen, Snacks und Softdrinks
- Er schlief sehr wenig und kam mit dunklen Augenringen zum Training
- Er verlor seine gesamte Leistungsfähigkeit und nahm unbemerkt zu
„Ich wurde übergewichtig, ohne es zu merken“, fasste Zé Roberto die Entwicklung zusammen. Der Stress, das Videospiel durchspielen zu wollen, raubte ihm Konzentration und Fokus – ein Problem, das er heute auch bei vielen anderen Sportlern beobachtet.
Das vorzeitige Ende in Madrid und der spätere Erfolg
Die Konsequenz war unausweichlich: Noch während der Saison kehrte Zé Roberto im Januar 1998 nach Brasilien zurück und wurde an Flamengo Rio de Janeiro verliehen. Doch seine Karriere war damit keineswegs beendet. Nach dieser unglücklichen Episode in Madrid folgte eine äußerst erfolgreiche Laufbahn:
- Vier Jahre bei Bayer Leverkusen
- Erfolgreiche Zeit bei Bayern München mit vier Meistertiteln und vier Pokalsiegen
- Weitere Stationen beim Hamburger SV (2009-2011)
- Rückkehr nach Brasilien zu Grêmio und Palmeiras
- Karriereende erst mit 43 Jahren
Der Brasilianer, der von den Fans über Jahre gefeiert wurde und zur Bayern-Legende avancierte, blickt heute mit gemischten Gefühlen auf seine Anfänge in Europa zurück. Seine Erfahrungen in Madrid dienen als eindringliche Warnung vor den Gefahren exzessiver Freizeitaktivitäten für Profisportler.



