Kölns 'Maschine' Özkacar: Vom Abstellgleis zum Hoffnungsträger im Abstiegskampf
Özkacar: Kölns 'Maschine' kämpft um Vertrag und Klassenerhalt

Vom Abstellgleis zur Stammkraft: Özkacars beeindruckende Entwicklung beim FC Köln

Noch im Winter schien seine Zukunft beim 1. FC Köln ungewiss, doch mittlerweile ist Cenk Özkacar (25) nicht mehr aus der Startelf wegzudenken. Der türkische Nationalspieler hat sich in den vergangenen Wochen zu einer festen Größe in der Abwehr der Kölner entwickelt und beeindruckt mit konstant starken Leistungen.

Personalnot als Chance für den Leihspieler

Die Verletzungssorgen in der Defensive, die unter anderem Spieler wie Timo Hübers und Luca Kilian betreffen, haben Özkacar die Möglichkeit gegeben, sich zu beweisen. Fünfmal in Folge stand der Verteidiger zuletzt in der Anfangsformation und nutzte seine Chance eindrucksvoll. Der Leihspieler vom FC Valencia zeigt dabei eine bemerkenswerte Entwicklung.

„Ich will unbedingt bleiben!“, betont Özkacar mit Nachdruck. „Meine Frau und ich fühlen uns in der Stadt und im Verein sehr wohl. Aber noch ist es zu früh, darüber zu sprechen, wir haben noch eine große Aufgabe vor uns.“ Diese Aufgabe heißt Klassenerhalt – nach der 0:2-Niederlage in Augsburg hat Köln nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

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Trainer Kwasniok: „Er ist eine Maschine“

FC-Trainer Lukas Kwasniok (44) zeigt sich begeistert von der Einstellung seines Spielers: „Was Cenk uns gibt, ist Vollgas. Er hat schon viele Stationen hinter sich, musste schon Gras fressen, ist ein Vorbild für Einsatz, Bereitschaft, Haltung.“ Besonders beeindruckt ist Kwasniok von der physischen Präsenz: „Es ist echt unverschämt, wenn der sein T-Shirt auszieht. Er ist eine Maschine. Ein einziger Muskel.“

Diese körperliche Stärke wird Özkacar am Samstag (18.30 Uhr) dringend benötigen, wenn er gegen Dortmunds Torjäger Serhou Guirassy (29/11 Liga-Tore) antreten muss. Der türkische Verteidiger bleibt gelassen: „Ein guter Stürmer. Aber ich habe auch schon gegen andere Mannschaften mit guten Stürmern gespielt...“

Zukunft ungewiss trotz guter Leistungen

Obwohl Özkacar sich trotz der FC-Krise in den Fokus gespielt hat, bleibt seine Zukunft ungewiss. Eine feste Verpflichtung würde den Verein im Sommer rund zwei Millionen Euro kosten. Der Spieler selbst betont: „Ich werde versuchen, mein Level so hoch wie möglich zu halten und dem Team zu helfen.“

Der Druck im Abstiegskampf ist spürbar, doch Özkacar bleibt professionell: „Wir kennen die Situation, natürlich ist der Druck jetzt ein wenig höher. Aber wir sind alle Profis. Wir wissen, dass wir nur mit harter Arbeit aus dieser Situation herauskommen. Ich bin ein Typ, der immer 100 Prozent gibt, selbst wenn ich nur eine Minute spiele.“

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die starken Leistungen des Verteidigers ausreichen, um den Klassenerhalt zu sichern – und ob der FC Köln die Kaufoption für den in der Mannschaft beliebten Türken tatsächlich ziehen wird.

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