FSV Zwickau erreicht Sachsenpokal-Finale mit spektakulärem Halbfinalsieg
Der FSV Zwickau hat sich mit einem überzeugenden 2:0-Auswärtssieg bei der BSG Stahl Riesa den Einzug ins Sachsenpokal-Finale gesichert. Vor 3600 Zuschauern in Riesa zeigte die Mannschaft eine starke Leistung und setzte sich gegen den favorisierten Gegner durch. Besonders bemerkenswert war dabei die ungewöhnliche Position von Trainer Rico Schmitt, der das Spiel nicht von der Seitenlinie aus verfolgen konnte.
Trainer Schmitt feiert mit Fans im Gästeblock
Rico Schmitt, der 57-jährige Kult-Trainer des FSV Zwickau, musste aufgrund einer Gelb-Roten Karte aus dem Viertelfinalspiel in Auerbach das Halbfinale von der Tribüne aus verfolgen. Statt sich zurückzuziehen, stellte sich Schmitt kurzerhand in den Block der mitgereisten FSV-Fans und erlebte das Spiel aus deren Perspektive. Während der gesamten Partie plauderte er immer wieder mit den Anhängern und teilte deren Emotionen.
In der Halbzeitpause kam es zu einem besonderen Moment, als Schmitt mit Zwickaus Oberbürgermeisterin Constance Arndt ins Gespräch kam. Die 48-jährige Politikerin stand ebenfalls im Fanblock und drückte ihrem Verein die Daumen. Co-Trainer Daniel Rupf übernahm währenddessen das Coaching im Innenraum und führte die Mannschaft zum wichtigen Sieg.
Kopfballtore entscheiden das Halbfinale
Das Spiel begann mit einem Rückschlag für Zwickau, als Torjäger Lukas Eixler bereits nach sechs Minuten verletzt ausgewechselt werden musste. Dennoch zeigte der FSV eine starke Leistung und ging in der 23. Minute durch einen Kopfball von Cemal Sezer in Führung. Nach der Pause hatten die Gastgeber durch Janek Müller eine große Chance zum Ausgleich (54.), doch Zwickau blieb standhaft.
Die Entscheidung fiel in der 64. Minute, als Markus Baumann von Stahl Riesa eine Hereingabe von Dobruna unhaltbar zum 2:0 ins eigene Tor köpfte. Damit war der Finaleinzug perfekt, und die Zwickauer Fans konnten ihren Triumph gebührend feiern.
Finale in der heimischen GGZ Arena wartet
Das Sachsenpokal-Finale findet am 23. Mai in der heimischen GGZ Arena in Zwickau statt. Der Gegner des FSV wird im zweiten Halbfinale zwischen dem Chemnitzer FC und Erzgebirge Aue ermittelt, das am Mittwoch um 20:30 Uhr ausgetragen wird. Für den FSV Zwickau bedeutet der Finaleinzug nicht nur die Chance auf einen Titel, sondern auch eine besondere Motivation für die restliche Regionalliga-Saison.
Die ungewöhnliche Situation mit Trainer Schmitt im Fanblock hat gezeigt, wie eng die Verbindung zwischen Team, Trainer und Fans beim FSV Zwickau ist. Dieser Zusammenhalt könnte im Finale einen entscheidenden Vorteil bedeuten.



