Nach Autounfall in Florida: Tiger Woods verzichtet auf Ryder-Cup-Kapitänsamt 2027
Tiger Woods: Kein Ryder-Cup-Kapitän nach Autounfall

Golf-Ikone Tiger Woods zieht Konsequenzen nach erneutem Autounfall

Die Golfwelt steht unter Schock: Tiger Woods, eine der größten Legenden des Sports, zieht sich nach seinem jüngsten Autounfall in Florida und der damit verbundenen Festnahme wegen Drogenverdachts von der großen Bühne zurück. Der 50-jährige Kalifornier hat entschieden, dass er beim prestigeträchtigen Ryder Cup 2027 in Irland nicht als Kapitän des US-Teams fungieren wird. Diese Entscheidung fällt nur fünf Tage nach dem schwerwiegenden Vorfall in Jupiter Island, der erneut Fragen zu seinem Gesundheitszustand aufwirft.

Auszeit auf unbestimmte Zeit und medizinische Behandlung im Ausland

Woods kündigte eine Auszeit auf unbestimmte Zeit an und will sich im Ausland einer medizinischen Behandlung unterziehen. Ein entsprechender Antrag seines Anwalts wurde bereits von einem Richter am Bezirksgericht von Martin County bewilligt. Wann und wohin genau der Golfstar reisen wird, bleibt jedoch vorerst unklar. In einer auf X verbreiteten Stellungnahme betonte Woods, dass er sich die Zeit nehmen wolle, die es brauche, um gesünder, stärker und konzentrierter zurückzukehren – sowohl persönlich als auch beruflich.

Die PGA of America bestätigte die Entscheidung des 15-maligen Major-Siegers mit den Worten: „Tiger hat uns mitgeteilt, dass er 2027 nicht als Kapitän des US-Ryder-Cup-Teams dienen wird und wir unterstützen seine Entscheidung.“ Angesichts der jüngsten Entwicklungen war dieser Schritt von vielen Experten erwartet worden. Die Organisation kündigte an, Neuigkeiten zum Kapitänsamt zu einem späteren Zeitpunkt zu kommunizieren.

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Kein Comeback beim Masters und strafrechtliche Konsequenzen

Bereits vor der Ankündigung zum Ryder Cup hatte Woods seine Teilnahme am Masters in Augusta (9. bis 12. April) abgesagt. Eine Rückkehr als aktiver Profi scheint angesichts des erneuten Vorfalls, seines Alters und der langen Pause seit seinem letzten Major-Turnier zunehmend unwahrscheinlich. Obwohl Woods keine offizielle Rücktrittserklärung abgegeben hat, deutet vieles auf das Ende seiner aktiven Karriere hin.

Strafrechtlich plädierte Woods nach dem Unfall auf unschuldig, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht. Bei der Vernehmung gab er gegenüber der Polizei an, kurz auf sein Handy geschaut und den Radiosender gewechselt zu haben, bevor sein Geländewagen den Anhänger eines anderen Fahrzeugs streifte und sich überschlug. Auf die Frage nach verschreibungspflichtigen Medikamenten antwortete er: „Ich nehme ein paar.“ Bei der Durchsuchung wurden zwei weiße Tabletten in seiner Hosentasche gefunden, bei denen es sich laut Berichten um ein starkes Schmerzmittel handelte.

Ähnlicher Vorfall aus dem Jahr 2017 und aktuelle rechtliche Schritte

Der jüngste Vorfall erinnert stark an ein Ereignis aus dem Jahr 2017, als Woods ebenfalls in Florida wegen des Verdachts auf Drogenmissbrauch am Steuer festgenommen wurde. Damals schockte ein Polizeifoto des schwer gezeichneten Golfstars die Öffentlichkeit, und Woods begab sich anschließend in stationäre Behandlung. Nach seiner Freilassung auf Kaition wurde bekannt, dass ein Atemalkoholtest einen Wert von null anzeigte, Woods jedoch einen Urintest verweigerte.

Er ist nun wegen Fahruntüchtigkeit am Steuer und Verweigerung eines Tests im Zusammenhang mit dem Unfall angeklagt. Die erste Gerichtsverhandlung ist für den 23. April angesetzt, wobei Woods beantragt hat, nicht persönlich anwesend sein zu müssen. In seiner Stellungnahme bat der Golfstar zudem um Privatsphäre und Rücksichtnahme auf seine Familie und sich selbst, während er betonte, dass ihm der Ernst der Lage bewusst sei.

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