Die Handball-Bundesliga der Frauen (HBF) hat am Mittwoch die Lizenzvergabe für die kommende Saison bekannt gegeben. Während die Wildcats aus Union Halle-Neustadt die Lizenz erhielten, geschah dies nicht ohne Auflagen. Ein unscheinbarer Satz in der Mitteilung könnte den Verein in große finanzielle Schwierigkeiten bringen.
Zu kleine Arena als Problem
Die SWH-Arena, Heimspielstätte der Wildcats, bietet nur 1.200 Zuschauern Platz. Dies ist nach den Regularien der HBF zu wenig für Spiele in der höchsten Spielklasse. Die Liga fordert eine Mindestkapazität, die Union Halle-Neustadt nicht erfüllen kann. Daher drohen dem Verein hohe Kompensationszahlungen, die nach Schätzungen über 100.000 Euro betragen könnten.
Auflagen der Lizenz
Die Lizenz wurde unter der Bedingung erteilt, dass der Verein die fehlende Kapazität durch finanzielle Ausgleichszahlungen kompensiert. Diese Zahlungen sind an die Liga zu entrichten und sollen die Nachteile für andere Vereine ausgleichen. Für die Wildcats bedeutet dies eine zusätzliche finanzielle Belastung, die den ohnehin knappen Etat weiter strapaziert.
Vereinsvertreter zeigten sich enttäuscht über die Entscheidung, betonten jedoch, dass man alles tun werde, um die Auflagen zu erfüllen. Man prüfe derzeit alle Optionen, um die geforderten Summen aufzubringen. Die Fans hoffen derweil, dass der Verein die Saison ohne größere Einbußen übersteht.
Zukunft ungewiss
Langfristig könnte die Hallenfrage zu einem Umzug oder einem Neubau führen. Derzeit gibt es jedoch keine konkreten Pläne. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie Union Halle-Neustadt mit dieser Herausforderung umgeht. Die Handball-Bundesliga beobachtet die Entwicklung genau und steht in engem Austausch mit dem Verein.



