Dessau-Roßlauer HV dreht Spiel gegen Tusem Essen und feiert Ostersieg
Am Gründonnerstag, dem 02. April 2026, feierte der Handball-Zweitligist Dessau-Roßlauer HV einen verdienten 36:32-Heimsieg gegen Tusem Essen in der Anhalt Arena Dessau. Vor 1.589 begeisterten Fans zeigte das Team von Trainer Vanja Radic eine starke Leistung, nachdem es zur Halbzeit noch mit 17:18 zurückgelegen hatte.
Wendepunkt durch Torwartwechsel und Offensivkraft
Das Spiel drohte nach der Pause zu entgleiten, als Dessau-Roßlau beim Stand von 21:23 zurücklag und vier Siebenmeter vergeblich verwandelte. Doch zwei taktische Wechsel brachten die entscheidende Wende: Philip Ambrosius ersetzte Torwart Janik Patzwaldt und glänzte sofort mit spektakulären Paraden. Gleichzeitig setzte Mika Schüler in der Offensive neue Akzente und trug maßgeblich zu einem 6:0-Lauf bei, der die Partie drehte. Plötzlich führte Dessau-Roßlau mit 27:23 und baute den Vorsprung auf 29:24 aus.
Spannende Schlussphase und wichtige Treffer
In der Endphase musste der DRHV noch einmal zittern, da das Team teilweise überhastet agierte und Chancen gegen den starken Essener Torwart Finn Knaack vergab. Entscheidende Tore von Tim Hertzfeld beim 29:27 und ein spektakulärer Treffer von Torwart Ambrosius aus der eigenen Hälfte beim 30:28 in der 55. Minute stabilisierten die Führung. Marcel Nowak setzte schließlich den Schlusspunkt zum 36:32. Die Mannschaft zeigte sich gut auf das 7:6-System der Essener eingestellt, die jedoch zu viele Fehler machten.
Tabellensituation und individuelle Leistungen
Mit diesem neunten Heimsieg der Saison verbucht der Dessau-Roßlauer HV nun 30:22 Punkte und steht auf dem siebten Tabellenplatz. Acht Spieltage vor Saisonende hat das Team einen komfortablen Vorsprung von 16 Punkten auf den ersten Abstiegsplatz. Tusem Essen muss dagegen weiter um den Klassenerhalt bangen, profitierte aber davon, dass Aufsteiger HSG Krefeld bei Eintracht Hagen verlor.
Die besten Torschützen für den DRHV waren:
- Carl-Phillip Haake mit sieben Toren
- Fritz Leon Haake mit sechs Toren
- Yannick-Marcos Pust, Mika Schüler und Jakub Powarczynski mit je vier Toren
Ein besonderes Highlight war das Comeback von Yannick Danneberg nach langer Verletzungspause. Er erzielte drei Tore, benötigt aber noch Zeit, um zu seiner alten Form zurückzufinden. Trainer Vanja Radic hatte vor dem Spiel vor der starken Konkurrenz aus Essen gewarnt – zu Recht, wie sich zeigte, doch sein Team meisterte die Herausforderung mit Bravour.



