Füchse Berlin triumphieren im DHB-Pokal – Kapitän Darj übernimmt Trophäen-Bewachung
Der deutsche Meister Füchse Berlin hat den DHB-Pokal mit einem deutlichen 42:33 (22:17) gegen den Bergischen HC gewonnen und will den Schwung aus diesem Triumph in Köln nun in die kommenden wegweisenden Wochen mitnehmen. In einer besonderen Geste wurde Kapitän Max Darj zum offiziellen Bewacher der silbernen Trophäe ernannt.
Darj als persönlicher Hüter des Pokals
Max Darj trug den DHB-Pokal strahlend in seinen Armen und verkündete lachend: „Ich gebe ihn nicht an Bob Hanning. Ich behalte ihn und stelle ihn zu Hause hin, da ist er safe.“ Der Kapitän, der den Pokal bisher noch nie gewonnen hatte, erhielt damit eine besondere Verantwortung. Geschäftsführer Bob Hanning zeigte sich einverstanden: „Das muss auf jeden Fall Max Darj machen, der hat ihn noch nie gewonnen und der geht heute mit ihm ins Bett.“
Euphorie als Antrieb für Bundesliga und Champions League
Hanning betonte, wie wichtig die Pokal-Euphorie für die anstehenden Aufgaben ist. Schon am Donnerstag steht das entscheidende Bundesliga-Duell gegen den VfL Gummersbach an, gefolgt vom Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League beim Veszprém HC. „Den Pokal mit nach Hause nehmen zu können, das ist auch weitere Motivation für die jetzt kommenden Aufgaben“, erklärte der Füchse-Boss.
In der Bundesliga kämpfen die Berliner um eine gute Ausgangsposition für eine mögliche direkte Qualifikation zur Champions League. In der Königsklasse könnte bei Erfolg gegen Veszprém das Final Four Mitte Juni in der Kölner Lanxess Arena folgen. Welthandballer Mathias Gidsel, der erstmals eine Trophäe in dieser Arena gewann, sagte: „Wir haben Riesen-Bock darauf, zurückzukommen. Jetzt haben wir ein gutes Momentum und müssen versuchen, das zu behalten.“
Lektionen aus der Vergangenheit und erhöhte Sicherheitsvorkehrungen
Hanning mahnte jedoch zur Vorsicht beim Feiern. „Wir haben, als wir die deutsche Meisterschaft gewonnen haben, vielleicht ein bisschen viel gefeiert, und dann hat so ein bisschen der Fokus gefehlt. Ich hoffe, dass wir auch daraus ein Stückchen lernen“, so der 58-Jährige. Besonderes Augenmerk liegt auf der Sicherung der Trophäe, nachdem die Meisterschale nach dem ersten Titelgewinn gestohlen und später im Keller wieder aufgetaucht war.
„Wir haben das Sicherheitssystem in der Füchse-Geschäftsstelle hochgefahren. Wir sind also dermaßen gewappnet für den nächsten Angriff“, versicherte Hanning schmunzelnd. Die Berliner setzen damit auf eine Kombination aus Euphorie, Fokus und Vorsicht, um ihre Saisonziele zu erreichen.



