Handball-Nationalmannschaft startet WM-Vorbereitung ohne Torhüter Andreas Wolff
Handballer ohne Wolff gegen Ägypten - WM-Vorbereitung startet

Handball-Nationalmannschaft startet WM-Vorbereitung ohne Torhüter Andreas Wolff

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft beginnt ihre Vorbereitung auf die Heim-Weltmeisterschaft 2027 mit einem personellen Wechsel im Tor. Andreas Wolff, der bei der Europameisterschaft zu Jahresbeginn noch ins All-Star-Team gewählt wurde und normalerweise Rückhalt des DHB-Teams ist, verzichtet freiwillig auf die beiden Heimspiele gegen Afrikameister Ägypten im März.

Gislason nutzt Gelegenheit für Debütanten

Bundestrainer Alfred Gislason nominierte insgesamt 17 Spieler um Kapitän Johannes Golla für die Länderspiele am 19. März in der Dortmunder Westfalenhalle und am 22. März in der Bremer ÖVB-Arena. Fünfzehn von ihnen waren bereits bei der erfolgreichen Europameisterschaft dabei, bei der Deutschland die Silbermedaille gewann.

„Andreas Wolff räumt im März seinen Platz, um David Späth und Debütant Lasse Ludwig Spielzeit zu ermöglichen“, erklärte der Deutsche Handballbund in seiner offiziellen Mitteilung. Diese Entscheidung ermöglicht es dem Nachwuchstalent Ludwig, der bereits im Vorfeld der EM als Trainingsgast beim A-Team mitwirkte, sein erstes Länderspiel zu bestreiten.

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Nuancen im Aufgebot

Im Vergleich zum EM-Kader hat Bundestrainer Gislason nur wenige Veränderungen vorgenommen. Auf Linksaußen ersetzt Tim Freihöfer von den Füchsen Berlin, der die Europameisterschaft verpasst hatte, den Kieler Routinier Rune Dahmke. Sein Füchse-Kollege Nils Lichtlein steht für das aktuelle Aufgebot nicht zur Verfügung.

„Im Vergleich zur EM passen wir nur Nuancen an. Der Kern unserer Nationalmannschaft ist gewachsen und muss zusammen weiter reifen. Dafür werden wir auf dem Weg zur Heim-WM jede Gelegenheit nutzen“, betonte Gislason die strategische Ausrichtung der Spiele.

Herausforderung gegen Afrikameister

Die Partien gegen Ägypten stellen für die deutsche Mannschaft eine besondere Herausforderung dar. „Ägypten macht nach Welt- und Europameister Dänemark sowie Topteam Frankreich den größten Druck aus dem Rückraum. Diese Spiele werden uns fordern“, analysierte der Bundestrainer die Qualität des Gegners.

Das erste Duell in Dortmund findet exakt 300 Tage vor dem Eröffnungsspiel der Heim-Weltmeisterschaft am 13. Januar 2027 statt. DHB-Sportvorstand Ingo Meckes unterstrich die Bedeutung dieser Phase: „Wir starten in die Vorbereitung der Heim-Weltmeisterschaft. Ab sofort zahlt alles, was wir tun, auf den kommenden Januar ein.“

Nachwuchsförderung als Konzept

Zum Lehrgang reist zusätzlich U19-Weltmeister Rasmus Ankermann als Trainingsgast nach Dortmund. Diese frühzeitige Einbindung junger Talente ist Teil der konzeptionellen Arbeit des DHB. „Das frühzeitige Kennenlernen ist für Rasmus und uns wertvoll und Teil der konzeptionellen Arbeit“, erklärte Sportvorstand Meckes.

Das aktuelle Aufgebot der Handball-Nationalmannschaft für die Spiele gegen Ägypten:

  • Tor: David Späth (Rhein-Neckar Löwen), Lasse Ludwig (Füchse Berlin)
  • Feld: Tim Freihöfer (Füchse Berlin), Lukas Mertens (SC Magdeburg), Matthes Langhoff (Füchse Berlin), Miro Schluroff (VfL Gummersbach), Marko Grgic (SG Flensburg-Handewitt), Juri Knorr (Aalborg Handbold/Dänemark), Julian Köster (VfL Gummersbach), Renars Uscins (TSV Hannover-Burgdorf), Franz Semper (SC DHfK Leipzig), Lukas Zerbe (THW Kiel), Mathis Häseler (VfL Gummersbach), Tom Kiesler (VfL Gummersbach), Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt), Justus Fischer (TSV Hannover-Burgdorf), Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen)

Mit diesen personellen Entscheidungen und der strategischen Ausrichtung auf die Heim-WM 2027 beginnt für die deutsche Handball-Nationalmannschaft eine neue Phase der Vorbereitung, die bereits mit den Spielen gegen den starken Afrikameister Ägypten wichtige Erkenntnisse liefern soll.

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