Der HSV Hamburg hat in der Daikin Handball-Bundesliga einen überraschenden Auswärtssieg gefeiert. Beim HC Erlangen gewann das Team von Trainer Torsten Jansen am Sonntag mit 31:23 (16:10). Vor 7213 Zuschauern in der Nürnberger Arena zeigte vor allem die Defensive eine starke Leistung.
Abwehr als Schlüssel zum Erfolg
Die HSV-Abwehr, die mit 920 Gegentoren zu den schwächsten der Liga zählt, stand unerwartet kompakt. Die Gastgeber wurden zu schwierigen Würfen gezwungen. Dahinter zeigte Torwart Robin Haug eine überragende Partie. Der Norweger wehrte insgesamt 15 Würfe ab und war ein sicherer Rückhalt. So geriet der Vorsprung nie in Gefahr.
Nach dem 19:11 direkt nach der Pause baute Hamburg die Führung kontinuierlich aus. Beim 27:18 in der 50. Minute war die Entscheidung gefallen. In der Schlussphase feierte der ägyptische Youngster Mahmoud El-Shobaky sein Profidebüt für den HSV.
Andersen erreicht Meilenstein
Ein besonderer Moment war der Treffer von Frederik Bo Andersen. Der dänische Rechtsaußen erzielte vor der Pause sein 500. Feldtor in der Bundesliga. Am Ende standen für ihn sieben Treffer zu Buche. Auch Moritz Sauter war siebenmal erfolgreich – vor den Augen seiner Familie, die in Erlangen lebt.
Stimmen zum Spiel
HSV-Trainer Torsten Jansen zeigte sich hochzufrieden: „In erster Linie freue ich mich über den Sieg. Aber in der Abwehr war es nah am Optimum, das war schön anzusehen.“ Er lobte auch die jungen Spieler: „Es ist wichtig, dass sie Spielzeit haben, dass sie reinkommen und Gas geben. Und das haben sie heute überragend gemacht.“
Linkshänder Jacob Lassen ergänzte: „Unsere Abwehr war überragend, sicherlich eine der Top-3-Leistungen der Saison. Dazu Robin im Tor. Es war ein Abwehrsieg heute. Auch vorn haben wir gut agiert, in der zweiten Halbzeit im Angriff keinen Stress aufkommen lassen.“
Torschützen
Die Tore für den HSV erzielten: Sauter 7, Andersen 7/1, Jørgensen 5/1, Geenen 4, Magaard 3, Lassen 2, Weller 1, Kofler 1, Gadza 1. Fünf Spieltage vor Saisonende haben die Hamburger weiterhin die Chance auf einen einstelligen Tabellenplatz.



