Einspruch erfolgreich: Rhein-Neckar Löwen behalten Punkte gegen Lemgo
Löwen behalten Punkte nach Einspruch gegen Liga-Entscheidung

Einspruch stattgegeben: Löwen behalten doch Sieg gegen Lemgo

In einem bemerkenswerten Verfahren hat die 2. Kammer des DHB-Bundessportgerichts am Karfreitag entschieden: Die Rhein-Neckar Löwen behalten die zunächst aberkannten zwei Punkte aus ihrem Sieg in der Handball-Bundesliga gegen den TBV Lemgo Lippe. Damit wurde die ursprüngliche Wertung der Liga aufgehoben, die das Spiel wegen eines formellen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Schiedsvereinbarung als Niederlage für die Löwen gewertet hatte.

Rechtliche Grundlage entscheidend

„Für uns war entscheidend, dass die rechtliche Grundlage sauber geprüft wird“, betonte Löwen-Geschäftsführer Holger Bachert in einer Stellungnahme. „Gleichzeitig geht es uns um Klarheit und eine Weiterentwicklung des Regelwerks, sodass solche Fälle in Zukunft hoffentlich nicht mehr eintreten.“ Die Löwen hatten die Partie des 22. Spieltags am 20. Februar gegen Lemgo mit 32:30 gewonnen, doch die Liga wertete das Spiel später mit 0:2 Punkten und 0:0 Toren zu Ungunsten des Klubs.

Formeller Verstoß als Auslöser

Der Grund für die ursprüngliche Aberkennung lag in einem formellen Verstoß gegen die neue Anti-Doping-Schiedsvereinbarung in der Handball-Bundesliga. Die Löwen hatten einen Spieler eingesetzt, von dem kein unterschriebenes Dokument vorlag. Dies führte zunächst zur drastischen Maßnahme der Spielverlustwertung durch die Ligaleitung.

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Ähnlicher Fall in der 2. Liga

Interessanterweise gab es in der 2. Handball-Bundesliga einen vergleichbaren Vorfall. Auch bei der Partie TV Hüttenberg gegen TUSEM Essen wurde das „sportlich erzielte Ergebnis“ wiederhergestellt, nachdem es zunächst infrage gestellt worden war. Das Endergebnis von 37:34 blieb damit gültig.

Begründung des Gerichts

Zur Begründung ihrer Entscheidung führte die 2. Kammer des DHB-Bundessportgerichts aus, dass es „unter den jeweiligen Umständen für die drastische Folge der Spielverlustwertung im Verbandsregelwerk keine ausreichende Grundlage“ gebe. Diese Argumentation stellt einen wichtigen Präzedenzfall für zukünftige Verfahren dar.

Mögliche Revision binnen zwei Wochen

Gegen das nun verkündete Urteil kann allerdings noch binnen zwei Wochen Revision eingelegt werden. Dies bedeutet, dass die endgültige Entscheidung über die Punktevergabe möglicherweise noch nicht abschließend getroffen ist. Die Handball-Bundesliga muss nun entscheiden, ob sie die gerichtliche Entscheidung akzeptiert oder den Rechtsweg weiter beschreitet.

Die Rhein-Neckar Löwen können die positive Entscheidung zunächst als Erfolg verbuchen, müssen aber die weitere Entwicklung abwarten. Der Fall hat bereits jetzt deutliche Schwachstellen im aktuellen Regelwerk der Handball-Bundesliga aufgezeigt und dürfte zu intensiven Diskussionen über notwendige Anpassungen führen.

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