Vom Stier zum Wolf: Matti Wagner verlässt Schwerin für neue Herausforderung
Die Handballer der Mecklenburger Stiere Schwerin müssen zur kommenden Saison einen schweren Verlust verkraften. Kapitän Matti Wagner, der das Team seit Jahren anführt, wird den Verein verlassen und sich dem Wolfsrudel des TSV Altenholz anschließen. Für den 23-jährigen Spieler bedeutet dieser Wechsel nicht nur einen emotionalen Abschied, sondern auch einen sportlichen Aufstieg von der Regionalliga Ostsee-Spree in die Nord-Ost-Staffel der 3. Liga.
Emotionaler Abschied nach langjähriger Vereinszugehörigkeit
Matti Wagner, der seine ersten Handballerfahrungen einst beim VfL Geesthacht sammelte, durchlief seit 2011 alle Altersklassen bei den Mecklenburger Stieren. Der 1,83 Meter große Spieler entwickelte sich zu einer Schlüsselfigur des Teams und übernahm schließlich die Kapitänsbinde. „Der Abschied fällt natürlich schwer“, gesteht Wagner. „Gemeinsam durchlebten wir gute und schlechte Zeiten. Der Verein war für mich zu einer zweiten Familie geworden.“
Der vielseitige Spieler, der sowohl als Regisseur als auch auf der Linksaußenposition eingesetzt werden kann, betont jedoch seine Motivation für den Wechsel: „Ich möchte mich einer neuen Herausforderung stellen, werde die Stiere und die Fans aber sehr vermissen.“ Seine Entscheidung wird von Trainer Michael Gutsche vollständig unterstützt, der den Schritt aus beruflicher, sportlicher und menschlicher Sicht nachvollziehen kann.
Trainer würdigt Engagement und Verantwortungsbewusstsein
Trainer Michael Gutsche äußerte sich anerkennend über den Abgang seines Kapitäns: „Matti hat bei den Stieren stets Verantwortung übernommen und sich dabei immer in den Dienst der Mannschaft gestellt. Ich kann ihm an seiner neuen Wirkungsstätte nur viel Erfolg wünschen – Matti, danke für deinen Einsatz in unserer Sieben.“
Gutsche betonte insbesondere Wagners vielseitige Einsetzbarkeit, die ihn auch für die „Filiale“ des Erstligisten TSV Altenholz interessant macht. Der Trainer hob hervor, dass Wagner nicht nur sportliche Qualitäten, sondern auch menschliche Reife bewiesen habe, die ihn zu einem wertvollen Teamplayer machten.
Volles Engagement bis zum letzten Spieltag
Trotz des bevorstehenden Wechsels verspricht Matti Wagner volle Hingabe in den verbleibenden Spielen der aktuellen Saison. „Bis zum letzten Spiel am 9. Mai werde ich für das gelbe Trikot der Stiere alles geben“, betont der Spieler mit der Rückennummer 27. Seine Qualitäten wird das Team in den letzten fünf Partien dringend benötigen, denn die anstehenden Herausforderungen sind beträchtlich.
Die Mecklenburger Stiere erwarten in der Schlussphase der Saison:
- Heimderbys gegen Usedom und Empor II
- Ein wichtiges Spiel gegen TSG Lübbenau auf eigenem Parkett
- Auswärtsspiele bei OSF Berlin und in Werder
Diese Begegnungen werden den Schwerinern im Saisonendspurt alles abverlangen, und die Erfahrung und Führungsqualitäten von Matti Wagner werden dabei von unschätzbarem Wert sein. Der Wechsel markiert nicht nur einen persönlichen Neuanfang für den Spieler, sondern auch eine Zäsur für den Viertligisten aus der Landeshauptstadt, der seinen Kapitän und eine zentrale Figur verliert.



