Tyson Fury kehrt mit KI-Prophezeiung zurück: Comeback-Kampf gegen Bären-Wrestler
Der schillernde Schwergewichtsboxer Tyson Fury, bekannt als "Gypsy King", feiert ein weiteres spektakuläres Comeback. Der frühere Weltmeister kehrt nach seiner fünften Ruhestandsankündigung zurück auf die große Bühne und bringt dabei eine ungewöhnliche Begründung mit: Künstliche Intelligenz.
KI prophezeit Fury-Revival für den Boxsport
"Ich bin aus einem Grund zurück - und zwar um Boxen wieder großzumachen", erklärte Fury in den Tagen vor seinem Kampf. Doch die eigentliche Überraschung folgte prompt: "Das habe ich nicht gesagt, sondern eine KI – die klügste KI der Welt. ChatGPT." Der Brite berichtete, dass die Künstliche Intelligenz ihm prophezeite, der Boxsport entfalte sein volles Potenzial nur, wenn Tyson Fury aktiv kämpfe.
Seit seinem verlorenen WM-Rückkampf im Dezember 2024 gegen Oleksandr Usyk hatte Fury pausiert und den Boxsport als "ziemlich langweilig" bezeichnet. Nun will der 37-Jährige vor 60.000 erwarteten Zuschauern im Londoner Tottenham Hotspur Stadium beweisen, dass er noch immer zur Weltspitze gehört.
Gegner mit ungewöhnlicher Vergangenheit: Bären-Wrestling
Furys Kontrahent Arslanbek Machmudow bringt eine außergewöhnliche Vorgeschichte mit. Vor anderthalb Jahren rangelte der in Kanada lebende Russe tatsächlich mit einem Bären, wie Videoaufnahmen belegen. "Ein Freund habe mich gefragt, ob ich etwas Verrücktes machen wolle", erzählte Machmudow dem "Guardian". "Ich sagte: 'Okay, ich kann nicht nein sagen.' Aber ich werde das nie wieder tun. Der Bär hat versucht, mich zu beißen."
Der 36-Jährige zeigte sich trotz dieser ungewöhnlichen Vorbereitung voller Respekt vor Fury: "Dieser Typ ist eine Legende, einer der besten Schwergewichtler aller Zeiten. Boxen ist zu einem großen Teil eine mentale Angelegenheit, und darin ist er ein Meister."
Furys wechselhafte Karriere und familiäre Kritik
Tyson Fury, der 2015 durch seinen Sieg gegen Wladimir Klitschko erstmals Weltmeister wurde, durchlebte eine turbulente Karriere. Nach dem historischen Triumph folgte eine dreijährige Pause, in der der Brite mit mentalen Problemen und Drogenkonsum kämpfte. Insgesamt legte er bereits fünfmal die Boxhandschuhe zur Seite, kehrte aber stets zurück.
Sein Vater John Fury äußerte sich kritisch zur erneuten Rückkehr: "Ich habe dem keine große Beachtung geschenkt, weil ich es nicht so ernst nehme", sagte Fury senior. Sein Sohn konterte gelassen: "Es ist mir egal, ob er da ist. Ich habe zu tun, und wer im Publikum sitzt, ist mir völlig gleichgültig."
Britisch-britisches Traumduell als nächstes Ziel
Falls Fury seinen 38. Profikampf erfolgreich bestreitet, hat der zweimalige Weltmeister bereits klare Pläne für die Zukunft. Er sehnt ein lang erwartetes britisch-britisches Duell mit Ex-Weltmeister Anthony Joshua herbei. Bisher scheiterten Verhandlungen an verschiedenen Hindernissen wie Verletzungen.
"Ich will diesen Kampf als Nächstes und ich bin sicher, AJ sieht das genauso", erklärte Fury entschlossen. "Lasst mich erst mal den Samstag überstehen, und dann machen wir den Kampf noch vor Jahresende." Der Boxstar, der in seiner Heimat zuletzt 2022 kämpfte, will damit endgültig beweisen, dass er trotz seiner 37 Jahre und zweier Niederlagen gegen Usyk noch immer zu Großem fähig ist.



