Piergiulio Ruhe verteidigt WBA-Gold-Titel in Chile mit K.o.-Sieg
Ruhe verteidigt WBA-Gold-Titel in Chile mit K.o.

Piergiulio Ruhe (30) aus Rinteln hat seinen WBA-Gold-Titel im Superweltergewicht (69,9 Kilogramm) erfolgreich verteidigt. Der Profi-Boxer, der auch als Hotelier und Promoter tätig ist, besiegte den bis dahin ungeschlagenen Wishan Sungarov (25) in Santiago de Chile durch technischen K.o. in der fünften Runde. Der Kampf war im Rahmen der Südamerika-Convention der WBA angesetzt worden.

Kurzer Ersatzgegner nach Visum-Problemen

Ursprünglich sollte der Inder Mohad Azahar (25) der Gegner sein, doch dieser erhielt kein Visum und fiel 24 Stunden vor dem Kampf aus. Kurzfristig sprang Sungarov ein, der russische Wurzeln hat und als Amateur in Heidelberg trainierte. Ruhe zeigte sich beeindruckt: „Respekt an meinen Gegner, dass er so kurzfristig eingesprungen ist. Er war fast einen Kopf größer als ich und auch ein bisschen schwerer. Darum musste er noch ordentlich Gewicht machen.“

Technischer K.o. in der fünften Runde

Der Kampf begann zögerlich, doch ab der zweiten Runde zeigte sich, dass Sungarov konditionell nachließ. Ruhe: „Ab der zweiten, dritten Runde fing er an, mit offenem Mund zu atmen. Da wusste ich: Jetzt geht's los! Und ich bin ja eh eher ein Dieselmotor, der ab der fünften, sechsten Runde erst richtig auf Touren kommt.“ In der fünften Runde schickte Ruhe seinen Kontrahenten dreimal zu Boden, woraufhin der Ringrichter den Kampf nach 2:01 Minuten abbrach. Es war der 19. Sieg im 20. Profi-Kampf für Ruhe.

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Emotionale Bedeutung des Sieges

Ruhe zeigte sich nach dem Kampf erleichtert und glücklich. „Es war ein neues Erlebnis, im Ausland zu boxen. Amerika ist einfach ein Box-Mekka“, schwärmte er. „Die ganze Unterstützung dort war einfach weltklasse und richtig toll.“ Der Sieg war nicht nur sportlich bedeutsam, sondern auch persönlich: Ruhe hatte sich nach seinem Titelgewinn im September das Logo des Boxverbands auf den linken Bizeps tätowieren lassen. Nun kann er dieses Andenken mit einer erfolgreichen Titelverteidigung verbinden.

Zukunftspläne

Bereits auf dem Rückflug besprach Ruhe mit seinem Trainer, Ex-Weltmeister Firat Arslan (55), und dem Team die nächsten Schritte. „Als Allererstes warten wir auf die neuen Rankings und bereiten uns weiter vor für eine größere Aufgabe. Wir wurden schon direkt angefragt, ob wir uns auf einer weiteren WBA-Veranstaltung präsentieren wollen. Der Auftritt hat der WBA sehr gefallen.“ Ruhe und sein Team blicken optimistisch in die Zukunft.

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