Formel 1: Barcelona und Spa teilen sich Kalenderplatz im Wechselmodell
Die Formel 1 hat eine wichtige Entscheidung für die Zukunft des europäischen Rennkalenders getroffen. Der Circuit de Barcelona-Catalunya behält seinen Platz in der Königsklasse, muss diesen jedoch ab dem kommenden Jahr mit einem traditionsreichen Konkurrenten teilen. Die katalanische Rennstrecke wird ab 2027 in ein Wechselmodell mit der legendären Strecke in Spa-Francorchamps eintreten.
Neue Vertragsstruktur für europäische Rennstrecken
Die Formel-1-Führung unter Stefano Domenicali hat den Vertrag mit Barcelona für die Jahre 2028, 2030 und 2032 verlängert. In den jeweils dazwischenliegenden Jahren – 2027, 2029 und 2031 – wird stattdessen das belgische Spa-Francorchamps den europäischen Kalenderplatz einnehmen. Für die aktuelle Saison, die am 8. März in Australien beginnt, stehen beide Strecken noch gemeinsam im Programm.
Diese Entscheidung spiegelt den immensen Wettbewerbsdruck wider, der insbesondere auf den europäischen Rennstrecken lastet. Mit dem neuen Stadtkurs in Madrid, der ab 2026 zur Formel 1 gehört, hatte Barcelona bereits seinen Status als spanischer Grand-Prix-Standort verloren. Das Rennen wird nun als Großer Preis von Katalonien am 14. Juni ausgetragen.
Investitionen sichern Zukunft der traditionsreichen Strecke
Formel-1-Chef Stefano Domenicali betonte, dass die Organisatoren in Barcelona in den vergangenen Jahren umfangreich in Modernisierungen investiert hätten. Diese Investitionen hätten maßgeblich zur Vertragsverlängerung beigetragen. Der Circuit de Barcelona-Catalunya, der 1991 eröffnet wurde, hatte in jüngster Zeit um seinen Formel-1-Status zittern müssen.
Auch für Spa-Francorchamps bedeutet die neue Regelung eine Veränderung. Die belgische Strecke hatte gehofft, trotz der wachsenden Konkurrenz weiterhin jährlich ein Rennen ausrichten zu können. Stattdessen wird sie nun bis auf Weiteres in das Rotationssystem eingebunden.
Deutsche Perspektive bleibt ungewiss
Die Situation verdeutlicht, wie schwierig die Rückkehr deutscher Strecken in den Formel-1-Kalender ist. Deutschland war zuletzt 2020 – während der Corona-Saison – mit dem Nürburgring Schauplatz eines Formel-1-Rennens. Zwar besteht grundsätzlich Interesse aus Hockenheim, eine baldige Rückkehr erscheint jedoch nicht absehbar.
Das Wechselmodell zwischen Barcelona und Spa zeigt eindrucksvoll, wie die Formel 1 versucht, die wachsende Nachfrage nach Rennterminen mit der begrenzten Anzahl an Kalenderplätzen in Einklang zu bringen. Europäische Traditionsstrecken müssen sich zunehmend innovative Lösungen einfallen lassen, um im prestigeträchtigen Formel-1-Kalender präsent zu bleiben.



