Neues Buch enthüllt explosive Formel-1-Geheimnisse: Schumachers Wutausbruch gegen Senna
Formel-1-Buch: Schumachers Wutausbruch gegen Senna enthüllt

Neues Buch enthüllt explosive Formel-1-Geheimnisse

Der Schweizer Ringier-Verlag hat ein neues Buch über den legendären Formel-1-Reporter Roger Benoit (77) veröffentlicht. Unter dem Titel Formel Wahnsinn versammelt das Werk unveröffentlichte Geschichten aus der Welt des Motorsports, die Benoit in seiner langen Karriere gesammelt hat. Der Journalist hat in seinem Leben rund eine Million Euro ausgegeben, 827 Grands Prix besucht und über weitere 130 berichtet – ein Leben zwischen 1000 PS und 100.000 Zigarren.

Schumachers legendärer Wutausbruch

Eine der spektakulärsten Enthüllungen betrifft Michael Schumacher (57, damals 23) und Ayrton Senna (†34, damals 32). Bei Testfahrten 1992 am Hockenheimring fühlte sich der dreimalige Champion Senna vom aufstrebenden Deutschen Schumacher auf der Strecke behindert. Benoit beschreibt die Szene detailliert: „Senna ging in die Benetton-Box und stellte ihn zur Rede. Und was machte Schumacher? In seiner hilflosen, arroganten Art sagte er dem großen Brasilianer, er solle sich quasi verpissen.“

Diese Konfrontation zwischen dem etablierten Platzhirsch und dem ambitionierten Youngster zeigt die raue Atmosphäre der damaligen Formel-1-Welt. Benoit kommentiert trocken: „Auch so ein Verhalten zeichnet einen Superstar aus.“

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Weitere skurrile Anekdoten über Schumacher

Das Buch enthüllt weitere bizarre Geschichten über den siebenmaligen Weltmeister. Anlässlich von Benoits 400. Grand Prix in Hockenheim schenkten Schumacher und Bernie Ecclestone dem Reporter eine Dame, die aus einer lebensgroßen Torte sprang. Als Benoit später mit dieser Dame auf seinem Hotelzimmer verschwand, versuchte Schumacher angeblich, die Tür einzuschlagen – allerdings erfolglos.

Diese Episoden illustrieren die besondere Nähe, die Journalisten in den alten Zeiten zu den Rennfahrern hatten – sowohl im positiven als auch im negativen Sinne.

Niki Laudas dramatischer Unfall und Comeback

Ein weiteres bewegendes Kapitel widmet sich Niki Lauda (70, damals 62). Benoit schildert nicht nur ein stürmisches sechsstündiges Interview auf Ibiza, bei dem Marmeladengläser und Fleischstücke zwischen Lauda und seiner Frau Marlene durch die Luft flogen, sondern vor allem die Tage nach Laudas schwerem Feuerunfall 1976 auf dem Nürburgring.

Als einziger Journalist durfte Benoit in die Unfallklinik Ludwigshafen, da er mit den Laudas befreundet war. „Ich wartete auf dem Flur. Freitag nach dem Unfall. Zuerst kam der Priester aus Nikis Krankenzimmer. Wenig später Marlene. Nikis damalige Frau sagte zu mir: 'Der Idiot hat Niki die letzte Ölung gegeben.'“

Umso erstaunlicher war Laudas Comeback: Nur 40 Tage nach dem lebensbedrohlichen Unfall erreichte er in Monza einen sensationellen vierten Platz.

Sebastian Vettels geschäftstüchtige Seite

Das Buch beleuchtet auch die geschäftliche Seite des Sports. Über Sebastian Vettel (38), den viermaligen Weltmeister mit einem geschätzten Vermögen von 250 Millionen Euro, wird eine charakteristische Anekdote erzählt: Bereits bei Toro Rosso sammelte Vettel seine ersten Millionen.

Am Montag nach seinem ersten Formel-1-Sieg 2008 in Monza – errungen im unterlegenen Schwesterteam von Red Bull – ließ Vettel um 8 Uhr morgens Teamchef Franz Tost die Rechnung für den ausgehandelten Siegbonus zukommen. Diese Geschichte erklärt laut Benoit, warum Vettel nie einen Manager benötigte.

Das Buch Formel Wahnsinn ist ab dem 16. April für 48 Euro im Buchhandel und bei Amazon erhältlich und bietet einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen des Motorsports.

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