Formel-1-Tests in Bahrain: Antonelli und Piastri an der Spitze, aber neue Boliden hinken hinterher
Die Formel 1 hat am vorletzten Tag ihrer offiziellen Testfahrten in Bahrain erneut das Tempo erhöht, bleibt jedoch unter dem neuen Reglement deutlich hinter den Vorjahreszeiten zurück. Kimi Antonelli im Mercedes und Oscar Piastri im McLaren erzielten die schnellsten Rundenzeiten, konnten aber trotzdem nicht an die Leistungen des vergangenen Jahres anknüpfen.
Bestzeiten deutlich über Vorjahresniveau
Kimi Antonelli steuerte seinen Mercedes-Boliden mit einer Zeit von 1:32,803 Minuten um den Bahrain International Circuit und setzte damit die Tagesbestmarke. Dicht dahinter folgte Oscar Piastri im McLaren mit 1:32,861 Minuten. Beide Fahrer waren die ersten, die während der Testtage die Marke von 1:33,00 Minuten unterboten. Verglichen mit dem Vorjahr zeigt sich jedoch ein deutlicher Unterschied: Bei den Tests 2025 lag die Bestzeit bei beeindruckenden 1:29,545 Minuten.
Nur noch ein Testtag bleibt den Teams nun für weitere Verbesserungen, bevor die Fahrten am Freitag enden. Die neue Formel-1-Saison startet offiziell am 8. März mit dem Großen Preis von Australien.
Neues Reglement bringt technische Herausforderungen
Die Königsklasse des Motorsports geht in dieser Saison mit komplett neu entwickelten Boliden an den Start. Die Fahrzeuge verfügen über einen überarbeiteten Hybridmotor, bei dem fast die Hälfte der Leistung elektrisch generiert wird. Zudem sind die Autos kleiner und leichter konstruiert und arbeiten mit einer veränderten Aerodynamik. Dass die Rundenzeiten zu Beginn eines neuen Reglement-Zyklus zunächst über denen des Vorjahres liegen, ist durchaus üblich und wurde von Experten erwartet.
Die Fahrer äußerten bislang jedoch nicht nur Kritik an der neuen Power-Unit, sondern auch an der bislang noch niedrigeren Kurvengeschwindigkeit, die das Fahren anspruchsvoller gestaltet.
Topteams zeigen sich stabil, Audi überrascht positiv
Die etablierten Topteams McLaren, Red Bull, Mercedes und Ferrari präsentierten sich in Bahrain weiterhin auf der Höhe, auch wenn längst nicht alle Systeme reibungslos funktionierten. Bemerkenswert stabil verliefen die Testfahrten auch für das neue deutsche Werksteam Audi. Nico Hülkenberg erzielte mit einer Zeit von 1:33,987 Minuten die siebtschnellste Runde des Tages – so nah kam das Team der Spitze an den vorherigen Testtagen noch nie.
Die Teams nutzen die verbleibende Zeit intensiv, um ihre Fahrzeuge weiter zu optimieren und die Performance vor Saisonbeginn zu steigern. Die Entwicklung der neuen Boliden unter dem aktuellen Reglement bleibt eine spannende Herausforderung für alle Beteiligten.



