In Nordwestmecklenburg hat ein Motorsportspektakel der Extraklasse begonnen. Bei der Trial-Meisterschaft am Sandberg bei Bobitz zeigen Motorrad-Artisten noch bis Sonntag, 3. Mai 2026, ihr Können. Die Veranstaltung lockt mit spektakulären Hindernissen und einer malerischen Landschaft.
Spektakuläre Hindernisse am Sandberg
Bereits am Samstag wurde deutlich, wie spektakulär es zugeht. Die Fahrer überqueren Steine und Betonröhren und erklimmen steile Hänge. In diesem Jahr müssen etliche Sektionen, also Hindernisse, überwunden werden. Um diese fehlerfrei und ohne Verletzungen zu meistern, müssen die Fahrer ihre speziell konstruierten Maschinen perfekt beherrschen.
Mehr als 120 Starter aus mehreren Bundesländern sind bei dieser Trial-Veranstaltung des MC Wismar angemeldet. Nach dem Auftakt am Samstag starten sie am Sonntag, 3. Mai 2026, ab 10 Uhr erneut. „Die Besucher können hier Motorsport hautnah erleben – und das in einer landschaftlich reizvollen Umgebung“, sagt Ralf Moldenhauer vom MC Wismar.
Junge Talente am Start
Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche wollen die Hindernisse überwinden. Die jüngsten Starter sind gerade einmal sechs Jahre alt. „Die Faszination an dieser Sportart ist, dort mit dem Motorrad lang zu fahren, wo sich andere, die zu Fuß unterwegs sind, vielleicht die Beine brechen würden. Manchmal sieht es so aus, als würden die Fahrer mit ihren Maschinen über Hindernisse scheinbar hinweg schweben“, erklärt Ralf Moldenhauer.
Trial-Fan reist aus dem Vogtland an
Zum Fahrerfeld gehört auch André Gemeinhardt. Er reiste eigens aus dem Vogtland an, um am Sandberg starten zu können. „Es ist einfach ein schönes Gelände“, meint der Sachse. Schon sein Vater und Großvater waren leidenschaftliche Trial-Fahrer. Seit 27 Jahren fährt Gemeinhardt nun mit dem Motorrad über Stock und Stein sowie schwierigste Hindernisse.
Der Vogtländer hofft, wie viele andere Motorsportler auch, auf viele Zuschauer am Sonntag: „Was hier geboten wird und was alles mit Motorrädern machbar ist, bekommen Zuschauer sonst nur selten zu sehen.“ Der Eintritt zum Trial am Sandberg ist frei. Das Gelände liegt auf halber Strecke zwischen Bobitz und Dambeck.
Organisator Imo Gens erklärt: „Jede Klasse muss drei Mal je zehn Sektionen abfahren, um Punkte zu bekommen. In diesem Jahr haben wir eine ganz neue Herausforderung geschaffen. Es wird unter anderem einen gut 30 Meter hohen und sehr steilen Hang zu befahren geben. Darin sind auch noch Stufen gebaut.“



