Olympia-Bewerbung in Gefahr: Berlin droht Abstimmungs-Dilemma
Berlin-Bewerbung für Olympia in Gefahr durch Abstimmungsproblem

Olympia-Zukunft in Deutschland: Köln gegen Berlin im Rennen um die Spiele

Die Olympischen Spiele könnten nach Deutschland zurückkehren – doch welcher Standort hat die besten Chancen? Während die Region Köln/RheinRuhr mit beeindruckenden Zustimmungswerten von bis zu 76,3% aufwartet, steht die Berlin-Bewerbung vor einem ernsthaften Problem: Die Hauptstadtverfassung sieht keine regierungsinitiierte Bürgerabstimmung vor.

Köln plant innovatives Olympisches Dorf im Kreuzfeld

Im neuen Kölner Stadtviertel Kreuzfeld entstehen Pläne für ein Olympisches Dorf und ein Leichtathletikstadion mit 50.000 Plätzen. Bemerkenswert: Die Sportanlage soll bewusst kein traditionelles „Olympiastadion“ werden, sondern nach den Spielen zu Wohnungen umgebaut werden – ein nachhaltiges Konzept für die Zeit nach dem Großevent.

Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (63) erklärt gegenüber BILD: „Köln wäre Hauptaustragungsort. Eine höhere Betroffenheit führt zu intensiveren Debatten. Daher ist unser Ergebnis bewusster und belastbarer als vielleicht in anderen Städten.“ Mit 57,4% Zustimmung zeigt die Domstadt zwar die stärkste Opposition (unter anderem durch ZDF-Moderator Böhmermann), bleibt aber im positiven Bereich.

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NRW-Städte mit überwältigender Zustimmung

Die nordrhein-westfälischen Austragungsorte überzeugen mit klaren Mehrheiten:

  • Aachen (Reiten): 76,3% Zustimmung
  • Mönchengladbach (Hockey): 74,4% Zustimmung
  • Gelsenkirchen: 74,2% Zustimmung – auf Schalke soll geschwommen werden

Nach München (66,4% Zustimmung) hat nun auch der Westen mit insgesamt 66% JA zu einer Bewerbung von „Köln/RheinRuhr“ gesagt. Einzig die Ruhrgebietsgemeinde Herten scheitert trotz Mehrheit an zu geringer Bürgerbeteiligung.

Berliner Dilemma: Keine vorgesehene Abstimmung

Während Hamburg am 31. Mai entscheidet, sieht Berlins Verfassung keine durch die Regierung initiierte Bürgerabstimmung vor. Dies könnte die Berlin-Bewerbung zerstören, obwohl die Hauptstadt international die größte Strahlkraft besitzt.

Sollte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am 26. September für Berlin votieren, planen Olympiagegner (unter anderem Linke, Grüne, Teile der SPD) eine eigene Abstimmung durchzusetzen. In der „Hauptstadt der Nein-Sager“ könnte es dann eng werden für Olympia – was den DOSB möglicherweise von vornherein abschreckt.

Politische Rivalität: Söder wirbt für München

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (59) positioniert München klar als beste Option: „Stellen Sie sich vor, Sie wären ein IOC-Mitglied und Sie hätten die Auswahl zwischen Berlin, Hamburg, Köln, Dortmund, Wanne-Eickel – und München. Wo könnten Sie lieber hingehen? Will Deutschland gewinnen, muss es München nehmen.“

Die Antwort kommt jedoch aus NRW mit überzeugenden Zahlen. Die Frage bleibt: Servus oder Alaaf Olympia? Wird es ein Zweikampf zwischen München und Köln/RheinRuhr um die Spiele 2036, 2040 oder 2044?

Die Entscheidung des DOSB im September wird zeigen, ob Deutschland mit einer Einheitsbewerbung antritt oder ob regionale Rivalitäten die Chancen auf Olympia in Deutschland beeinträchtigen könnten.

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