Betrunkene Olympia-Reporterin entschuldigt sich für peinliche Live-Schalte aus Livigno
Es war nicht die eisige Kälte in den italienischen Alpen, die für die verwaschene Aussprache verantwortlich war: Die australische TV-Reporterin Danika Mason hat sich öffentlich für einen peinlichen Alkohol-Aussetzer während einer Live-Schalte bei den Winterspielen entschuldigt. In einer emotionalen Stellungnahme am Tag nach dem Vorfall gestand die Journalistin ihren Fehler ein und übernahm die volle Verantwortung.
Lallende Berichterstattung über Kaffeepreise und Leguane
Während einer Live-Schaltung aus Livigno für den australischen Sender Channel9 redete Mason auffällig langsam und recht zusammenhangslos. Sie schweifte in ihren Ausführungen von italienischen Kaffeepreisen über Leguane bis hin zur ehemaligen Skirennläuferin Lindsey Vonn ab. Später legte sie sich sogar hin, um einen Schneeengel zu formen – ein Verhalten, das bei den Zuschauern für Irritationen sorgte.
Studio-Moderator Karl Stefanovic versuchte zunächst, die Situation zu entschärfen, indem er die verwaschene Aussprache auf die extremen Wetterbedingungen zurückführte. Doch die Wahrheit kam schnell ans Licht: Mason hatte vor der Sendung Alkohol konsumiert, was ihre Leistung erheblich beeinträchtigte.
Persönliche Erklärung und Übernahme der Verantwortung
„Ich möchte kurz den Moment nutzen, wenn das okay ist, um mich zu entschuldigen“, sagte Mason in ihrer öffentlichen Stellungnahme. Sie räumte ein, dass sie nichts hätte trinken sollen – besonders nicht unter den schwierigen Bedingungen vor Ort. „Es ist kalt, wir sind in großer Höhe, und dass ich nichts zu Abend gegessen hatte, hat wahrscheinlich auch nicht geholfen“, erklärte die Reporterin selbstkritisch.
Bereits Tage zuvor hatte Mason in einer Reportage aus einem Nachtclub erwähnt, dass sie von Italienern Limoncello erhalten habe. In Australien löste der Vorfall eine Debatte über die Verantwortung von Produzenten aus, die eine offensichtlich beeinträchtigte Reporterin hätten von der Sendung abziehen müssen.
Unterstützung von Kollegen und selbstkritische Reflexion
Doch Mason ließ keine Zweifel daran, wer die Schuld trägt: „Ich möchte die volle Verantwortung übernehmen. Das entspricht nicht dem Anspruch, den ich an mich selbst habe. Deshalb: Es tut mir wirklich leid.“ Ihre Kollegen zeigten sich nach der Entschuldigung solidarisch. Moderatorin Jayne Azzopardi betonte: „Wir wissen, wie hart du arbeitest, Danika.“
Karl Stefanovic ergänzte versöhnlich: „Du bist die Beste, Danika. Mach dir wegen der Sache keine Sorgen, lass uns einfach weitermachen. Du bist eine Legende.“ Trotz der Unterstützung bleibt der Vorstand ein peinlicher Zwischenfall im professionellen Journalismus, der die Grenzen zwischen privatem Fehlverhalten und beruflicher Verantwortung deutlich macht.



